Ihr kostenloser Konto Vergleich

Montag, 1 Juli, 2013

Ein Blick auf die Finanzmärkte der Welt zeigt momentan eine deutliche Krisenstimmung, von der Deutschland jedoch weitestgehend verschont zu bleiben scheint. Diese Entwicklung wirkt sich nicht nur günstig auf die deutsche Wirtschaftskonjunktur und den deutschen Arbeitsmarkt aus. Auch das Vermögen der Deutschen wächst nachweislich angesichts der vergleichsweise positiven Wirtschaftslage.

Deutsche immer reicher

Kurz nach der Wiedervereinigung Deutschlands befand sich das Gesamtvermögen der Deutschen auf einem Stand von etwa 1,7 Billionen Euro. Mittlerweile hat es sich nahezu verdreifacht. Allein im Jahresvergleich 2011 zu 2012 stieg das Vermögen um über 55 Milliarden Euro an. Doch wie legen die Deutschen Ihr Vermögen an? Angesichts der niedrigen Leitzinsen erweisen sich derzeit die Bedingungen zur Geldanlage mit konventionellen Finanzprodukten, wie Girokonten oder Sparbuch, als wenig gewinnbringend. Dennoch befindet ein Großteil des deutschen Vermögens in den sogenannten Sichteinlagen. Ungefähr zwei Billionen Euro sind laut Schätzungen der deutschen Bundesbank in Form von Geldnoten oder Sichteinlagen vorhanden. Auch Tagesgeldkonten werden von vielen Deutschen genutzt. Die Zinsen liegen allerdings teilweise unter der Inflationsrate, sodass sich diese Form der Geldanlage, wie bei Sparbüchern auch, nicht bzw. bei höheren Zinsangeboten kaum lont. Eine Veränderung des Zinstrends ist in den kommenden Monaten nicht aufgrund der aktuellen Leitzinspolitik der EZB nicht zu erwarten.

Termingelder und Versicherungen ebenfalls beliebt

Die Anlage in kurz- und mittelfristige Fest- bzw. Termingelder gilt ebenfalls bei den Deutschen als überaus populär. Fast 281 Milliarden Euro sind in Deutschland trotz niedriger Zinsen entsprechend angelegt. Zusätzlich erfreuen sich Versicherungsprodukte zur Kapitalbildung, wie Lebens- und Rentenversicherungen, weiterhin zunehmender Beliebtheit. Im Vergleich zum Jahr 2010 erhöhte sich das in Versicherungen angelegte Vermögen 2011 um 45 Milliarden Euro. Die Investition in festverzinsliche Wertpapiere und die Nutzung von Pensionsrückstellungen zeigte sich in den letzten Jahren verhältnismäßig stabil.

Mehr Vorsicht als Risikofreude

Hinsichtlich der Anlage des eigenen Vermögens zeigen sich die Deutschen in den letzten Jahren weniger risikofreudig. Die Investition in Aktien nahm in den letzten Jahren deutlich ab und liegt derzeit bei etwa 220 Milliarden Euro. Auch das Investment in Zertifikate wird weniger in Anspruch genommen und sank im Jahresvergleich von 2010 auf 2011 um 40 Milliarden Euro auf ingesamt 395 Milliarden Euro.