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Mittwoch, 12 August, 2009

Nach wie vor bleiben Touristen im Visier von Kreditkartenbetrügern. Gäste aus Kanada traf es kürzlich im namibischen Keetmanshoop. Zunächst wurde eine Touristin von Betrügern am Geldautomaten abgezockt, danach nutzten die Täter die Karte, deren Daten sie offensichtlich ausgespäht hatten. Auf rund 22.000 Namibia Dollar (ca. 700 €) beläuft sich der Schaden.

Am 30. November war Reiseleiterin Monika Mayer mit einer Touristengruppe in Keetmanshoop angekommen. Dort wollte eine Kanadierin Geld am Automaten der Standard Bank Geld abheben. Dass dort keine ausländischen Karten akzeptiert würden, bekam sie allerdings von einem Wachmann zu hören. Die Nutzung eines anderen Automaten einer anderen Bank um die Straßenecke, empfahl der Wachmann der Kanadierin. Die Touristin: „Vor dieser Bank standen etwa vier bis fünf Männer. Da die Anweisungen auf dem Bildschirm des Automaten nicht auf Englisch waren, konnte ich ihnen nicht folgen. Deshalb bekam ich von einem der Männer Hilfe angeboten.“ Beim Eintippen der PIN-Nummer, verdeckte sie das Tastaturfeld geistesgegenwärtig mit ihrer Hand. Sie bekam allerdings kein Geld, auch weitere Versuche blieben ohne Ergebnis.

Geldautomat war offensichtlich manipuliert worden

Dass sie offensichtlich abgezockt worden war, bemerkte sie erst vier Tage später in Swakopmund. Ihr Ehemann konnte mit seiner Karte Geld vom gemeinsamen Konto abheben, während ihre Karte nicht funktionierte. Die Frau wollte dann über das Internet den Kontostand überprüfen. Auch dies schlug fehl. Als sie dann bei der Royal Bank in Toronto anrief, musste sie erfahren, dass man die Karte gesperrt hatte. Das Finanzinstitut nannte allerdings keine Gründe dafür. Deshalb ließ die Touristin die Karte entsperren. Als die Touristin am Vormittag beim Geld abheben ihren Kontostandes überprüfte, fuhr ihr ein Schrecken in die Glieder: Über insgesamt 2.761 kanadische Dollar waren dort nämlich 11 Abbuchungen erfolgt. Die Männer in Keetmanshoop hatten den Geldautomat offensichtlich mit einem Scanner manipuliert. Die Touristin beteuert, dass sie die Karte nicht aus der Hand gegeben habe.

Reiseleiterin Monika Mayer hegt zudem den Verdacht, dass der Wachmann in Keetmanshoop, der den Tipp mit der Bank um die Ecke gegeben hatte, mit den Gangstern gemeinsame Sache gemacht habe. Er habe die Touristin absichtlich zu einem anderen Geldautomaten geschickt. Vergeblich versuchte Mayer mit den Touristen bei der Polizei in Outjo Anzeige zu erstatten. Diese ließ aber verlauten, dass die Wache in Keetmanshoop für den Fall zuständig sei und man die Anzeige dorthin leider nicht faxen könne. Den Touristen bleibt nun nur noch Windhoek, da sie noch im Land unterwegs sind und nicht mehr nach Keetmanshoop zurückkommen. In Windhoek wollen sie dann Kontakt zu Franco Esterhuysen vom Betrugsdezernat aufnehmen. Er ließ schließlich vor wenigen Wochen durch seine Ermittlungen eine Kreditkartenbetrugserie auffliegen.