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Sonntag, 8 September, 2013

Auch wenn die Niedrigzinsphase noch längst nicht überwunden ist, brachten die hohen Temperaturen des Sommers 2013 auch ein Zinshoch mit. Erstmals seit Monaten kletterten die Tagesgeldzinsangebote der Banken über die derzeitige Inflationsrate. Das bedeutet: Die Anlageform Tagesgeld lohnt sich wieder, wenn auch in geringem Maße.

Bis 1,5 Prozent Tagesgeldzinsen

Mit dem Tiefstwert von 1,2 Prozent im April dieses Jahres und einem Höchstwert von 2,2 Prozent im Februar 2013 zeigt sich die Kurve der Inflationsrate in den letzten 12 Monaten sehr bewegt. Auch die Tagesgeldzinsen schwankten in den vergangenen Quartalen immer wieder. Dabei befanden sie sich jedoch überwiegend unterhalb der Inflationsrate. Das Zinshoch dieses Sommers von 1,5 Prozent erscheint somit als seltene Ausnahme, die Verbraucher nutzen sollten.

Tipps zur Wahl des Tagesgeldkontos

In den Genuss des Zinshochs kommen bei den meisten Tagesgeld-Anbietern derzeit nur Neukunden. Dies sollte jedoch kein Grund sein, sofort ein neues Tagesgeldkonto zu eröffnen. Teilweise ist mit der Nutzung höherer Tagesgeldzinsen die Eröffnung eines Bankkontos mit Servicegebühren verbunden, die den Tagesgeldgewinn deutlich schmälern oder sogar wieder ausgleichen können. Ebenfalls ist die Höhe des Anlagebetrages meist beschränkt (in der Regel auf 100.000 Euro). Weiterhin ist auf die Dauer der Zinsgarantie zu achten. Nach Ablauf dieser passen sich die Tagesgeldzinsen oft den aktuellen, variablen Durchschnittszinsen für Tagesgelder an. Im Durchschnitt zahlen die Banken zur Zeit nicht mehr als einen Prozent Tagesgeldzinsen. Bei hohen Zinsangeboten, sollten diese so lang wie möglich genutzt und gegebenenfalls auch mit der Bank vor Abschluss einer Tagesgeldanlage verhandelt werden. Für stabilere Zinsen empfiehlt sich die Inanspruchnahme von Tagesgeldangeboten ausländischer Banken, sofern sie ausreichend gegen Verluste abgesichert sind. Bei europäischen Banken erfolgt in den meisten Fällen eine entsprechende, gesetzlich vorgeschriebene Absicherung der Spareinlagen. Solch eine Sicherheitsvorkehrung greift beispielsweise, wenn die Bank Konkurs anmelden muss und garantiert, dass Sparer ihre Geldeinlagen in Tagesgeldkonten nicht aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten ihrer Kreditinstitute verlieren. Für die Tagesgeldanlage bei Direktbanken sollte das Service-Angebot stimmen und zum Beispiel der Kundenservice kostenfrei und nicht über teure Kundenhotlines verfügbar sein. Die unabhängige Bewertung anderer Kunden kann ebenfalls eine sinnvolle und wichtige Entscheidungshilfe für oder gegen ein Tagesgeldangebot sein.