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Mittwoch, 10 Oktober, 2012

Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg plädiert für die Einführung staatlicher Vorsorgefonds. Diese seien kostengünstig, einfach, transparent und würden "einzig und allein im Dienste der Verbraucher stehen". Die Bundesregierung, die demnächst ein Gesetz für mehr Transparenz in der Riester-Rente auf den Weg bringen wird, sollte deshalb lieber auf diese Form der kapitalgedeckten Alterssicherung vertrauen und die Förderung der Produkte, die den Namen des ehemaligen Bundesarbeitsministers tragen, fallen lassen.

Vorsorgefonds arbeiten als staatliche Pensionsfonds 

Nach dem Modell der Verbraucherschützer sollen die Vorsorgefonds als staatliche Pensionsfonds funktionieren. Dies bedeutet, die Verbraucher zahlen freiwillig Beiträge in den Fonds, der "ausschließlich den Anlageinteressen der Beitragszahler verpflichtet" ist. Abschluss- oder Vertriebsfolgeprovisionen entstehen nicht. Insgesamt würden die administrativen Kosten (Management und Verwaltung) so nur ein Zwanzigstel von dem betragen, was sonst in der Finanzwelt gängig sei.

Zwei Bundesländer sind für den Vorsorgefonds 

Die Verbraucherschützer weisen daraufhin, dass ein solcher Fonds in vielen europäischen Ländern bereits "lange etabliert" sei und das Konzept dort große Akzeptanz genieße. Auch in Deutschland gewinnt die Idee in der Politik an Zustimmung. Auf der jüngsten Konferenz der Verbraucherschutzminister der Länder sprachen sich sowohl Nordrhein-Westfalen als auch Baden-Württemberg für ein "Altersvorsorgekonto" aus, das auf die beschriebene Weise arbeiten soll.

Scharfe Kritik an Riester und Diskussion um Alterssicherung 

Der Vorschlag der Vorsorgefonds ist eine direkte Folge verschiedener Veröffentlichungen über die Riester-Rente, die in den letzten Tagen die Runde machten. So stellte sich heraus, dass die Renditen in der Form der Alterssicherung weit geringer als angenommen sind. Ein wesentlich größerer Teil des Kapitals als angenommen wird offenbar für die Verwaltung benötigt, was sich durch die wenig transparente Abfassung der Verträge jedoch nicht ersehen ließe. Die Bundesregierung möchte dies nun durch eine Gesetzesänderung abstellen. Zeitgleich herrscht zudem eine Diskussion über eine mögliche Altersarmut im Land, die von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen angestoßen und von der SPD aufgenommen worden war.