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Donnerstag, 27 Dezember, 2012

Nach dem Willen des linken politischen Lagers sinken in Deutschland bald die Dispo-Zinsen deutlich ab. Aufgrund der Tatsache, dass Sätze jenseits der zwölf Prozent nicht ungewöhnlich sind, erklärten Politiker von SPD und Linkspartei, diesem "Irrsinn und der Abzocke" müsse Einhalt geboten werden. Die Linkspartei arbeitet sogar bereits an einem Gesetzentwurf, der im Bundestag noch vor dem Jahreswechsel verabschiedet werden soll.

Linkspartei möchte Sparkassen an die Leine legen 

Die Linkspartei möchte ihren "Kreuzzug" gegen die Dispo-Zinsen bei den Sparkassen beginnen, denn die staatlichen Institute können relativ problemlos durch den Gesetzgeber reglementiert werden. Außerdem sei es Aufgabe der Sparkassen, gerade den kleinen Sparern und den weniger wohlhabenden Deutschen zu helfen und nicht, diese durch zu hohe Dispozinsen in Schwierigkeiten zu bringen. Prinzipiell sieht das auch die SPD so. Die Sozialdemokraten sind dennoch bedeutend zurückhaltender und wollen noch keine Gesetzesinitiativen mit dem Hinweis auf die schwarz-gelbe Bundestagesmehrheit starken. Sie möchten das Thema vor allem erst einmal in die gesellschaftliche Diskussion und das Bewusstsein der Menschen tragen.

Banken und Regierung gegen die Pläne 

Die Bundesregierung lehnt die Pläne der Begrenzung der Dispo-Zinsen deshalb auch ab. Diese seien nichts weiter als "populistisches Wahlkampfgetöse", heißt es aus Union und FDP. Auch die Banken wehren sich gegen eine Deckelung des Dispos. Es sei richtig, dass der Dispo sehr hoch sei - und dies aus gutem Grund: Denn nur so habe er eine abschreckende Wirkung und halte die Menschen davon ab, ihr Konto zu überziehen und sich zu verschulden. Sinke der Dispo deutlich, würden viel mehr Menschen einen solchen Schritt machen. Derzeit sind etwa 50 Prozent aller deutschen Girokonten im Dispo. Deshalb lehnen SPD und Linkspartei auch die Verteidigungsstrategie der Banken ab: Ganz offensichtlich hätten die hohen Zinssätze keine abschreckende Wirkung, sondern seien lediglich ein "gutes Geschäft für die Banken".