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Montag, 26 August, 2013

Auch sechs Monate vor der Einführung des neuen Zahlungssystems "Single Euro Payments Area" (SEPA) handeln zahlreiche kleinere und mittelständische Unternehmen sowie Vereine sehr desinteressiert hinsichtlich der Umstellung ihrer Lastschriften, Daueraufträge und anderer Zahlungsvorgänge. Dabei sind die Reform des Zahlungssystems und die damit verbundenen Änderungen für alle Kontoinhaber in Deutschland und Europa unumgänglich. So haben in Deutschland beispielsweise nur etwa 630.000 Unternehmen und Vereine die sogenannte Gläubiger-Identifikationsnummer angefordert, obwohl sie ab 1. Februar 2014 Pflicht ist. Liegt die Gläubiger-ID nicht rechtzeitig vor, dürfen die Banken und Finanzinstitute ab Februar 2014 keine Lastschriften und Überweisungen mehr bearbeiten.

Die SEPA-Umstellung: das müssen Unternehmen und Vereine beachten

Im Rahmen der Umstellung des derzeitigen Zahlungssystems von der Angabe der Kontonummer und Bankleitzahl zur Nutzung der sogenannten IBAN- und BIC-Nummer kommen folgende Aufgaben auf Vereine und Unternehmen zu:

  • Benennung eines Verantwortlichen der die unternehmens- bzw. vereinsinterne SEPA-Umstellung organisiert, durchführt und kontrolliert,
  • die Erstellung eines Umstellungszeitplans (bis spätestens Februar 2014),
  • Änderung der EDV-Systeme (interne Finanz- und Buchhaltungssoftware),
  • Anpassung von Zahlungsvordrucken sowie der Geschäftskorrespondenz,
  • Abänderung der bisher laufenden Daueraufträge, zukünftigen Überweisungssysteme sowie bestehenden Lastschrifteinzugsverfahren.

Wozu gibt es SEPA und wer muss die Zahlungssystem reform umsetzen?

Bereits seit 2008für Überweisungen bzw. 2009 für Lastschriftverfahren eingeführt, hat das neue Zahlungssystem das Ziel Überweisungen, Kartenzahlungen und Lastschriftverfahren in der Eurowährung im europäischen Raum zu vereinfachen und schneller zu realisieren. Die verpflichtende Umstellung Anfang des Jahres 2014 gilt vorerst nur für gewerbliche Teilnehmer im europäischen Zahlungsverkehr. Verbraucher können, abhängig vom Servicemodell ihrer Bank, bis Februar 2016 noch das herkömmliche Zahlungssystem mit Kontonummer und Bankleitzahl nutzen. Zukünftig ausgestellte Bankkarten gelten dabei gemäß dem SEPA-System spätestens 2014 in allen Ländern, die am SEPA-Verfahren teilnehmen. Zu diesen zählen insgesamt 33 Teilnehmerstaaten, unter anderem:

  • Belgien,
  • Bulgarien,
  • Island,
  • Norwegen,
  • Polen,
  • Ungarn und
  • Zypern.

Zur Kennzeichnung der Länder wird im SEPA-Verfahren der 16 bis 31 Ziffern lange IBAN-Code zuzüglich ISO-Ländercodes eingetraten.

Bis Weihnachten spätestens umstellen

Um Schwierigkeiten bei dem Einzug von erteilen Kundenlastschriften sowie Daueraufträgen zu vermeiden, empfehlen Wirtschafts- und Finanzexperten auch kleinen Vereinen und Unternehmen die notwendige Umstellung des internen Zahlungssystems und der Geschäftskorrespondenz bis Jahresende vorzunehmen. Viele Banken bieten dafür auch Ihre fachliche Unterstützung kostenfrei an.