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Donnerstag, 13 Juni, 2013

Unkomplizierter, sicherer und schneller. Die von der EU festgelegten, neuen Regelungen für Überweisungen im EU-Raum (Sepa) werden laut Bericht der Bundesbank von der deutschen Wirtschaft viel zu langsam umgesetzt. Obwohl die Sepa-Bestimmungen bereits 2014 in Kraft treten sollen, haben einige Nutzergruppen noch keine Umstellung vorgenommen. Zu ihnen gehören hauptsächlich:

  • Vereine,
  • kleine sowie
  • mittelständige Unternehmen.

Bei öffentlichen Leistungsträgern, wie Renten- und Kindergeldstellen, ist die Sepa Einführung weitestgehend erfolgt. Die zögernde Umsetzung der neuen EU Überweisungsregelungen birgt gemäß der Aussagen des Vorstandes der deutschen Bundesbank einige Gefahren. So könnten den einzelnen Wirtschaftsunternehmen, die Sepa noch nicht in ihrem Zahlungsverkehr berücksichtigen, bei der späten Realisierung 2014 in organisatorische Schwierigkeiten geraten. Denn der notwendige Wechsel der Überweisungsprozesse kann demzufolge gegebenenfalls mehr Zeit in Anspruch nehmen, als vielleicht von den einzelnen Wirtschaftsakteuren erwartet wird.

Die Sepa Änderungen im Überblick

Wurden bisher für Überweisungen innerhalb Deutschlands die Kontonummer und die Bankleitzahl in Kombination mit dem Namen des Kontoinhabers benötigt, wird mit dem Sepa System die Nutzung der IBAN (internationale Bankkontonummer) eingeführt. Dieses europaweit einheitliche Kontonummer hat 22 Stellen, die unter anderem einen Ländercode sowie eine zweistellige Prüfziffer beinhalten. Eine Bankleitzahl wird mit der Nutzung der IBAN nicht mehr benötigt.

Nur 8,71 % der Überweisungen im neuen Sepa Format

Wie unbefriedigend die Sepa Realisierung in Deutschland voranschreitet, zeigt die aktuelle Überweisungsstatistik des ersten Jahresquartals 2013. Nur etwa jede 11 Überweisung (8,71 Prozent) erfolgte demnach in Sepa Form. Anfang 2014 müssen es 100 Prozent sein. Aus diesem Grunde empfiehlt die deutsche Bundesbank, die Übergangszeit in den nächsten Monaten unbedingt für die Erprobung des neuen Sepa Überweisungssystems zu nutzen. Eine fehlende Umstellung zum Jahresbeginn 2014 kann zum Beispiel dazu führen, dass Kunden gestellte Rechnungen mit alten Bankverbindungsdaten nicht per Überweisung zahlen können.