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Mittwoch, 15 August, 2012

Sommerzeit ist Reisezeit, doch in jedem Jahr erleben zahlreiche Urlauber das gleiche Schauspiel: Das Hotel entspricht nicht der Beschreibung im Katalog, die Zimmer sind von Insekten bevölkert und statt eines herrlichen Sandstrands hat man eine Baustelle vor der Tür. Solche Mängel müssen dem Reiseveranstalter umgehend angezeigt werden, damit dieser die Chance erhält, sie abzustellen. Zumeist handelt es sich jedoch um Probleme, die nicht kurzfristig zu lösen sind. In einem solchen Fall können die Urlauber rückwirkend den Reisepreis mindern - allerdings nur in einem verhältnismäßig kurzen Zeitraum.

Preisminderungen sollten sofort geltend gemacht werden 

So erinnert die Verbraucherzentrale Berlin daran, dass die Reisenden nach Ende ihres Urlaubs gerade einmal vier Wochen Zeit haben, um rückwirkend Preisminderungen aufgrund der nicht beseitigten Mängel während des Urlaubs geltend zu machen. Wer einen Monat verstreichen lässt und keine entsprechenden Schritte einleitet, hat damit sein Recht auf finanziellen Ersatz für die Reisemängel verschenkt. Am besten sollte man die Forderungen deshalb umgehend anzeigen.

Die Höhe hängt den konkreten Missständen ab 

Dabei gibt es allerdings keinen Pauschalbetrag, den die Reisenden fordern dürfen. Die Höhe des finanziellen Ersatzes hängt vielmehr von den konkreten Missständen sowie der dadurch folgenden Beeinträchtigungen für den gesamten Urlaub ab. Funktioniert der Fernseher auf dem Zimmer nicht, so sind die Ansprüche kleiner, als wenn es trotz anderer Angaben keine Dusche in den eigenen Räumlichkeiten gab. Wer unsicher ist, wie viel Geld er von seinem Reiseveranstalter zurückfordern darf, findet bei den Verbraucherzentralen passendes Infomaterial sowie persönliche Beratung.

Einschreiben mit Rückschein 

Da die Zeit drängt, in der man nach dem Urlaub finanziellen Ersatz für die Reisemängel verlangen darf, empfehlen die Experten der Berliner Verbraucherzentrale, nach dem Ende des Urlaubs ein Einschreiben mit Rückschein an den Veranstalter zu senden. Dieses trägt das aktuelle Datum und kann zudem nicht verloren gehen. Für die Zahlung sollte man zudem eine Frist von zwei Wochen setzen. Die meisten Anbieter kommen den Forderungen ohne viel Aufheben nach, solange die Reisemängel korrekt reklamiert worden sind.