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Mittwoch, 11 April, 2012

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen warnt Inhaber einer Mastercard vor Pishing-E-Mails. In der letzten Zeit häufen sich betrügerische Nachrichten, die eine Kreditkartensperre ankündigen. Der Karteninhaber wird aufgefordert, einen Link in der E-Mail anzuklicken, um die Karte wieder zu aktivieren. Auf der Internetseite werden sensible Daten abgefragt, die Betrügern den Missbrauch der Karte ermöglichen. Um dem Einhalt zu gebieten, hat die Verbraucherzentrale 2010 den sogenannten "Pishing-Radar" eingerichtet. Verdächtige E-Mails können im Verbraucherschutz-Forum unter verbraucherfinanzwissen.de gemeldet oder an pishing@vz-nrw.de weitergeleitet werden. Unter der Adresse http://twitter.com/vznrw_finanzen sowie im Internet-Forum gibt die Verbraucherzentrale außerdem aktuelle Pishing-Meldungen bekannt. Die Maßnahmen zeigen Erfolg: Es konnten bereits über 800 betrügerische Internetseiten gesperrt werden. Darauf sollten Verbraucher achten: Grundsätzlich ist bei derartigen E-Mails Misstrauen angesagt, denn seriöse Kreditinstitute fragen niemals sensible Daten per Internet ab, ohne dass eine gesonderte Vereinbarung zugrunde liegt, wie es beispielsweise beim Online-Banking der Fall ist. Die Verbraucherzentrale rät daher dazu, entsprechende E-Mails zu ignorieren und keinesfalls einen Link anzuklicken, geschweige denn den Anweisungen auf der Homepage zu folgen. Im Zweifel kann das zuständige Kreditinstitut Auskunft geben, ob eine derartige E-Mail verschickt wurde. Weiterhin kann der Link selbst Aufschluss über eventuelle betrügerische Absichten geben, denn er führt keinesfalls auf die Internetseite des Anbieters. Die Adressleiste des Internet-Browsers zeigt an, welche Seite aufgerufen wurde. Während einige Adressen auf den ersten Blick erkennen lassen, dass es sich nicht um die Seite des Finanzdienstleisters handelt, sondern eine betrügerische Absicht vorliegt, können andere, in etwa "http://www.verifikation-mastercard.de/", durchaus einen seriösen Hintergrund vermuten lassen. Allerdings ist auch hier ersichtlich, dass es sich um eine Betrugsseite handelt, denn die Finanzdienstleister verwenden aus Sicherheitsgründen stets eine verschlüsselte Verbindung, erkennbar an einem einleitenden "https://". Karteninhaber, die aufgrund einer solchen E-Mail bereits sensible Daten im Internet eingegeben haben, sollten sich umgehend an ihren Finanzdienstleister und Mastercard wenden. Dort wird eine Sperre der Karte veranlasst. Sofern bereits ein Missbrauch erfolgt ist, sollte zusätzlich Anzeige erstattet werden.