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Montag, 15 Dezember, 2014

Nachfolgend haben wir für Sie die wichtigsten neuen Gesetze für 2015 zusammengefasst. Was ändert sich im neuen Jahr und was gilt es zu beachten?

Mindestlohn

Ab dem 01. Januar 2015 tritt der flächendeckende gesetzliche Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde in Kraft.  Was die Folgen dieses Mindestlohns sind, bleibt abzuwarten. Laut einer monatlichen Umfrage des ifo Instituts (Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e. V.) Ende 2014 planen betroffene Unternehmen aufgrund dieses Mindestlohns:

  • ihre Preise zu erhöhen (26 Prozent)
  • ihre Sonderzahlungen zu kürzen (23 Prozent)
  • Personal abzubauen (22 Prozent)
  • die Arbeitszeiten zu verkürzen (18 Prozent)
  • ihre Investitionstätigkeit einzuschränken (16 Prozent)

Gerade im Gastronomiebereich könnten steigende Preise eine Konsequenz des Mindestlohns sein, wobei im Dienstleistungsbereich dagegen eher mit steigendem Personalabbau gerechnet wird.

Garantiezins für Lebensversicherungen

Ab dem 01.01.2015 wird der Garantiezins bei neuen Lebensversicherungen von 1,75 % auf 1,25 % gesenkt. Gleichermaßen müssen auch Altkunden, sollten sie dann aus ihren Verträgen aussteigen wollen, mit Einbußen rechnen.  Wie hoch die Einbußen sind, kommt ganz auf den Versicherer und dessen Finanzstärke an.

Krankenkassenbeiträge

Am 01.01.2015 sinkt der Beitragssatz für die Krankenkassenversicherung von 15,5 % auf 14,6 % des Bruttoeinkommens. Diesen Beitragssatz teilen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer mit je 7,3 %. Zudem dürfen die Krankenkassen zukünftig aber auch einen prozentualen, variablen Zusatzbeitrag von dem Versicherten verlangen, der nur von dem Versicherten zu begleichen ist und vom Einkommen desjenigen abhängt. Ihre Krankenkasse wird Sie in diesem Fall informieren.

Elterngeld

Ab dem 01.01.2015 wir die neue Elterngeldreform wirksam. Eltern können die Elternzeit nun flexibler gestalten.

  • Zwei

    der insgesamt drei Jahre Elternzeit können nun auch zwischen dem dritten und achten Geburtstag des Kindes genommen werden. Hierbei gilt die 13 Wochen Frist. Zudem wird hierfür nicht extra die Zustimmung des Arbeitgebers verlangt (gilt ab Mitte 2015). Der Kündigungsschutz besteht bis zum Ende der Elternzeit, sobald der Arbeitgeber die Elternzeiterklärung erhalten hat.
  • Zukünftig stärker finanziell gefördert werden Eltern, die sich nach der Geburt ihres Kindes für einen schnelleren beruflichen Wiedereinstieg entscheiden.
  • Eltern, die in Teilzeit arbeiten, wird zukünftig ein längeres Elterngeld gewährt (Unterstützung von 24 Monaten).  Zudem können Eltern, bei denen beide Partner 25 bis 30 Stunden pro Woche arbeiten, von einem Partnerschaftsbonus profitieren. Bei dem Partnerschaftsbonus wird die Unterstützung dann noch für weitere 4 Monate bezahlt.

Briefporto

Ab dem 01.01.2015 werden folgende Änderungen bei der Deutschen Post in Kraft treten:

  • Das Briefporto für einen Standardbrief erhöht sich von 0,60 Euro auf 0,62 Euro
  • Das Porto für einen Kompaktbrief bis 50 Gramm im nationalen versand sinkt von 0,90 Euro auf 0,85 Euro

eCall

Der eCall (kurz für emergency Call) ist ein automatisches Notruf System, welches Ende 2015 in alle Neuwagen eingebaut werden muss.  Bei einem Unfall, beispielsweise einem Zusammenstoß zweier Autos, soll eCall dann automatisch eine Telefonverbindung mit der Notrufnummer 112 herstellen und ebenfalls automatisch die wichtigsten Details des Unfalls (u.a. Zeitpunkt, Fahrtrichtung) übermitteln. Gleichzeitig kann der eCall auch per Hand in Gang gesetzt werden.