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Dienstag, 4 November, 2014

In den heutigen Zeiten wird uns das Sparen nicht ganz einfach gemacht. Der niedrige Leitzins sorgt für niedrige Sparzinsen auf Tagesgeld, Festgeld und sonstigen Geldanlageprodukten. Zudem fordert die EZB einen Strafzins von 0,2 % für Banken, die Geld kurzfristig bei ihr parken. Jetzt sollen auch noch Negativzinsen seitens der Bank auf die Sparer zukommen, die zu viel Geld angespart haben. Da wundert es einen kaum noch, dass viele Menschen ihr Geld lieber unter die Matratze stecken und 30,4% das Geld lieber ausgeben, als es anzulegen (GfK Studie im September 2014).

Seit letztem Samstag verlangt nun die erste Bank Strafzinsen von ihren Sparern. Bisher glänzte die Direktbank Deutsche Skatbank vor allem durch niedrige Dispozinsen von gerade einmal 4,8 %. Jetzt verlangt die Deutsche Skatbank von ihren Kunden zukünftig einen Strafzins von 0,25 % wenn diese mehr als 500.000 Euro auf einem Tagesgeldkonto angespart haben. Bei Girokonten gilt der Strafzins für Summen über 2 Millionen Euro. Sicherlich sprechen wir hier von sehr hohen Beträgen, die man auch erst einmal ansparen muss. Zudem wird der Negativzins, laut Angaben der Bank, erst dann fällig, wenn die Gesamteinlagen des Kunden drei Millionen überschreiten. Die Frage ist allerdings: Welche Banken ziehen nach und was kommt auf uns Sparer noch zu?

Werden Negativzinsen zur Regel?

Im Grunde sind sich die Experten zu diesem Thema nicht so ganz einig. Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) und der Raiffeisen- und Volksbanken-Verband BVR sind der Meinung, dass der Fall der Strafzinsen bei der Deutschen Skatbank kein Einzelfall bleiben wird. „Der BVR spricht sich weiterhin gegen negative Zinssätze für Einlagen von Privatkunden aus“, sagte eine BVR-Sprecherin. In Deutschland sei der Wettbewerb so intensiv, dass er Strafzinsen nicht zulasse, sagte ein DSGV-Sprecher. Asoka Wöhrmann, Chefanlagestratege der Deutschen Bank Tochter Deutschen Asset & Wealth Management, teilt diese Ansicht nicht. Strafzinsen, die bislang höchstens für Geschäftskunden gelten, träfen bald auch Privatkunden, sagte der Deutsche-Bank-Manager.

Was sollten Sparer beachten?

Andreas Dombret (Bundesbank-Vorstandsmitglied) sieht, laut einem Interview der "Bild"-Zeitung, das Problem besonders darin, „dass niedrige Zinsen Investoren zu riskanteren Entscheidungen verleiten.“ Würde die Entwicklung länger anhalten könnte dadurch das Risiko von Blasen z. B. am Immobilienmarkt  entstehen. Das Geld zu Hause unter der Matratze zu parken kann jedoch auch nicht die Lösung sein. Wichtig ist es, sein Erspartes sinnvoll zu verteilen. Unter Umständen lohnen sich auch längere Geldanlagen, wie ein Festgeldkonto. Vergleichen Sie hier die Angebote und haben Sie immer die Einlagensicherung im Blick. Wie und bis zu welcher Höhe  sind Ihre Einlagen im Ernstfall abgesichert?