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Montag, 15 Juli, 2013

Von der alltäglichen Bezahlung im Supermarkt bis hin zur Kreditbeantragung, sämtliche Geldangelegenheiten waren bis vor Kurzem eng mit Bankdienstleistungen verknüpft. Seit dem Aufkommen von PayPal, Smartphone-Finanzapps und Co. hat sich dies allerdings so stark gewandelt, dass Verbraucher theoretisch ihre alltäglichen Finanzgeschäfte ganz ohne Banken durchführen könnten.

Finanzalltag ohne Bank: das Experiment des Payment Experten Bajorat

Auf seinem Webblog "paymentandbanking.de" zeigt der Payment Experte André Bajorat eindrucksvoll, in welchen Bereichen des alltäglichen Lebens Verbraucher ganz ohne Bankdienstleistungen und Bargeld finanzielle Aufgaben erledigen können. So lässt sich beispielsweise mit der MyTaxi-App eine Taxifahrt im Handumdrehen bezahlen. Und auch in anderen Bereichen geht der Wandel langsam, aber stetig und unaufhaltsam in den Hauptdiensten von Banken voran. Zu diesen zählen:

  • die Versorgung mit Bargeld,
  • der Transfer von Geldbeträgen (z.Bsp. durch Überweisungen),
  • das Cash-Management (geschäftliche Finanzplanung),
  • das persönliche Finanzmanagement sowie
  • die Kreditgewährung.

Die Bargeldversorgung bald nicht mehr notwendig?

Wurden früher Bargeldbeträge noch am Bankschalter ausgezahlt, so hat der Geldautomat diese Funktion in den meisten Fällen übernommen. Doch mit der Entwicklung weiterer App-Bezahldienste reduziert sich nachgewiesenermaßen der Bedarf von Bargeld und die Nutzung von Geldautomaten. Nicht nur das Taxi lässt sich mit einer entsprechenden App bequem bestellen und bezahlen. Auch die Gastronomie, der Lebensmittelhandel und andere Handelsbereiche bieten immer häufiger entsprechende Bezahlungsservices an. Neben dem Einkauf bei Edeka und Netto via App ist beispielsweise mithilfe einer sogenannten "Papayer"-App die Digitalisierung des Taschengeldes für Kinder und Jugendliche möglich.

Banküberweisung adé?

Auch wenn Banküberweisungen mittel- und langfristig noch von Banken ausgeführt werden, haben sich mittlerweile Konkurrenzdienste herausgebildet. Mit diesen lassen sich Beträge von debit-Karte zu debit-Karte transferieren ohne die Inanspruchnahme der Bank. In Deutschland bieten derzeit die Startup-Unternehmen Cashcloud und Paymy diesen Dienst an. Nicht nur im privaten, sondern auch im geschäftlichen Bereich ist die Bearbeitung und Versendung elektronischer Überweisungen möglich. Im Gegensatz zu herkömmlichen Bankendienstleistungen erfolgen diese sogar in Echtzeit. Traxpay und Fastbill sind derzeit die bekanntesten Namen in diesem speziellen Finanzdienstleistungsbereich.

Ganz ohne Bankberater die Finanzen managen?

Ebenfalls sind auch die Beratungs- und Finanzmanagementleistungen durch neue Software und Technologien laut Bajorat viel weniger gefragt. Sowohl am heimischen PC als auch unterwegs im Smartphone können Verbraucher Ihre Zahlungsein- und Zahlungsausgänge stets im Blick behalten und sogar Auswertungen und Prognosen zu ihrer persönlichen, finanziellen Entwicklung vornehmen.

Kreditvergabe jenseits der Banken?

Ja, auch Kredite können Verbraucher außerhalb einer Bank via Web-Dienstleistung aufnehmen. Entsprechende Dienste, wie smava, auxmoney und lendstar, bieten Kredite, die durch Privatpersonen gewährt werden. Sogar Warenkredite für Online-Händler sind beispielsweise über den Internetdienst kreddible möglich.

Als Schlussfolgerung: Ein Alltag ohne Bankdienstleistungen?

Wer den Weg zum Geldautomaten und die Nutzung anderer Bankdienste vermeiden möchte, kann seinen Alltag durchaus vollkommen bankenfrei gestalten, indem er oder sie beispielsweise

  • nur noch Supermärkten mit Bezahl-App-Service einkaufen,
  • Online-Shops für den Erwerb sämtlicher Gebrauchs- und Verbrauchswaren nutzen,
  • Taxifahrten via MyTaxi oder Paypal bezahlen,
  • Kredite über private Online-Kreditvergaben realisieren und
  • das private Finanzmanagement selbst per App betreiben.