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Mittwoch, 29 August, 2012

Der Abgabesatz der Künstlersozialversicherung steigt im kommenden Jahr um 20 Basispunkte an. Lag er 2012 noch bei 3,9 Prozent, so klettert er 2012 damit auf 4,1 Prozent. Das zuständige Bundesarbeitsministerium hat die entsprechende Verordnung bereits an die beteiligten Verbände sowie die Bundesländer gesandt und dabei darauf hingewiesen, dass die nur geringfügige Steigerung des Abgabesatzes ein "großer Erfolg" vor dem Hintergrund der schwierigen Rahmenbedingungen sei, denn sowohl die Zahl der Versicherten als auch deren Arbeitseinkommen seien deutlich angewachsen.

Künstlersozialversicherung bietet Zugang zur Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung 

Die Künstlersozialversicherung wurde im Jahr 1983 erschaffen und dient dazu, Künstlern und Publizisten einen günstigen Zugang zu den Renten-, Kranken und Pflegeversicherungen zu verschaffen. Die dafür nötigen Mittel entstehen durch die eigenen Beiträge der Versicherten, staatliche Zuschüsse und die Künstlersozialabgabe, die Unternehmen zusätzlich zu zahlen haben, wenn sie die Dienste von freischaffenden Künstlern (bzw. Publizisten) in Anspruch nehmen möchten. Das Modell hat sich im Laufe der Jahrzehnte bewährt: Inzwischen sind mehr als 175.000 Personen auf diese Weise versichert.

Von der Leyen appelliert an die Verwerter

Für die finanzielle Stabilität der Sozialversicherung spielt die Künstlersozialabgabe eine zentrale Rolle. Arbeitsministerin Ursula von der Leyern hat deshalb noch einmal an die Unternehmen und sonstigen Verwerter der angebotenen Dienstleistungen appelliert, diese sollten daran denken, die gezahlten Honorare an die Künstlersozialkasse melden, damit die entsprechende Abgabe bestimmt werden könne. Die Rentenversicherung werde dies bei künftigen Betriebsprüfungen genauer kontrollieren.

Saftiges Bußgeld droht 

Die Regierung muss es allerdings nicht bei einem Appell belassen. Kommen Unternehmen oder sonstige Verwerter nicht ihren finanziellen Forderungen nach, können Sie mit einem Bußgeld belegt werden, dessen Höhe bis zu 50.000 Euro betragen kann. Zusätzlich mache man sich auch moralisch schuldig, wie von der Leyen betont. Zahle man die Abgabe nicht, wälze man damit zusätzliche Kosten auf die ehrlich arbeitenden und bezahlenden Unternehmen sowie die Künstler selbst ab, denn der Abgabesatz müsste in einem solchen Fall für das kommende Jahr erhört werden, um den Bedarf decken zu können.