Kreditaufnahme meist für Finanzierung von Haus oder Wohnung.

Wenn Deutsche Kredite aufnehmen, dann meist nur, um damit die eigenen vier Wände zu finanzieren.

Mittwoch, 12 September, 2012

Wenn Deutsche Kredite aufnehmen, dann meist nur, um damit die eigenen vier Wände zu finanzieren. Zu diesem Ergebnis kam eine Umfrage des Emnid-Instituts, die dieses im Auftrag der Postbank durchführte. Lediglich 44 Prozent der Deutschen haben demnach in den letzten Jahren ein Darlehen genommen, das anschließend überwiegend für die Finanzierung einer Wohnung oder eines Hauses eingesetzt worden ist. In der Altersklasse der 40- bis 49-Jährigen setzten sogar mehr als 50 Prozent die Kreditmittel hierfür ein.

Luxus wird nur selten auf Pump bezahlt 

Wesentlich seltener greifen die Deutschen laut Umfrage zu einem Darlehen, um Luxusgüter anzuschaffen. Nur zehn Prozent der Bundesbürger leihen sich Geld, um damit Schmuck oder Elektrogeräte zu kaufen. Je jünger die Menschen sind, desto eher sind sie geneigt, hierfür ein Darlehen aufzunehmen. So liegt der entsprechende Anteil der Kreditnehmer der 30- bis 39-Jährigen bei 20 Prozent, während unter den Senioren nur vier Prozent Luxus auf Pump kaufen wollen. Dies zeigt sich auch bei der Höhe der Darlehen: Die meisten Deutschen begnügen sich mit Krediten mit einem Volumen von weniger als 50.000 Euro.

Sparen bleibt Volkssport 

Erstaunlicherweise nehmen die Deutschen jedoch öfter einen Kredit auf, um damit Luxus anzuschaffen als für praktische Dinge. So leihen sich nur acht Prozent der Bundesbürger Geld, um beispielsweise dringend notwendige Autoreparaturen zu bezahlen. Noch seltener nehmen die Menschen hierzulande Kredite in Anspruch, um einen finanziellen Engpass überbrücken zu können (gerade fünf Prozent) oder um einen Dispo abzulösen (drei Prozent). Die meisten Deutschen verfügen hierfür ganz offenbar über Rücklagen, ist die Postbank-Expertin Eva Geiser überzeugt. 51 Prozent der Befragten gaben an, regelmäßig zu sparen, um für genau solche Situation gerüstet zu sein und im Alter sorglos leben zu können. Die Sparquote liegt dabei bei beachtlichen zehn Prozent. Dies bedeutet, von 100 verdienten Euro legen die Deutschen zehn für schlechte Zeiten zur Seite. Die deutsche Sparquote ist damit doppelt so hoch wie beispielsweise die amerikanische und weiterhin eine der höchsten der Welt.