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Mittwoch, 20 Februar, 2013

Das kontaktlose Bezahlen ist auf dem Vormarsch. In den USA gibt es bereits mehr als 100 Millionen Kreditkarten, mit denen dieses Verfahren möglich ist. Auch hierzulande werden es immer mehr Karten, die ohne direkten Kontakt zum Lesegerät die Transaktion durchführen können. Bis 2015 wollen die Sparkassen zudem alle 45 Millionen EC-Karten austauschen und nur noch Modelle mit der entsprechenden Technologie ausgeben. Diese hört auf den Namen Radio Frequency Identification (RFID) und ist im Chip der Plastik-Bezahlmittel integriert. Dort ist sie alles andere als sicher, wie das Unternehmen Nerdlabs erklärt.

Hacker können Karteninhaber per Funk ausrauben 

Kriminellen werde durch die Karten "Tür und Tor geöffnet", erklärt Nerdlabs-Geschäftsführer Erik Herrmann. Die fehlende PIN-Eingabe sowie die mangelnden sonstigen Authentifizierungsmöglichkeiten bedeuteten eine "erhebliche Sicherheitslücke", ist der Experte überzeugt. Hacker könnten die Funkfrequenzen knacken und problemlos immer wieder kleine Summen stehlen. Zudem sei es ihnen möglich, auch andere sensible Daten gelangen. In den hektischen Innenstädten könnten die Kriminellen auf diese Weise sogar ganze Inhaber-Profile inklusive typischer Bewegungsmuster erstellen, warnt Herrmann.

Informationen können schnell ausgelesen werden 

Dabei ist der Umstand, dass die Technologie eigentlich nicht sicher ist, längst bekannt. Auch Nerdlabs hat dies in der Vergangenheit auf diversen Konferenzen bewiesen. So zeigten die Experten, dass die sensiblen Daten im Vorbeigehen ausgelesen werden können. Wer sich eine Auslage in der Innenstadt aussieht, kann währenddessen bequem Opfer von einem Hacker werden. Einige Hersteller arbeiten an einem Programm, dass den Funkraub unterbinden soll. Nerdlabs rät dabei zu den zertifizierten DIFRwear Anti-Funkraub-Geldbörsen. Dabei wird nicht die Karte geändert, sondern der Geldbeutel. Dieser wird mit einem Chip ausgestattet, der es unmöglich macht, die Daten der sich im Inneren befindlichen Karten auszulesen.