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Freitag, 20 November, 2009

Schon in den nächsten Tagen werden Hunderttausende Kreditkarten von Visa und Mastercard in Deutschland umgetauscht. Neben Kunden der Sparkassen sind Deutsche Bank, Postbank und weitere private Banken sowie die Volks- und Raiffeisenbanken betroffen. Allein die Volksbanken rufen 60.000 Karten zurück und tauschen sie um. Zur Prävention hat auch die KarstadtQuelle-Bank 15.000 Karten zurückbeordert. Weitere Anbieter wie die Lufthansa mit ihrer Miles-and-More-Card und Barclaycard, die auch Visa und Mastercard vertreiben, haben ebenfalls Tausende Karten zum Umtausch vorgesehen.

Was ist passiert?

Nach bisherigen Erkenntnissen sind in diesem Jahr Kreditkartendaten Daten bei einem Finanzdienstleister in Spanien abhanden gekommen. Diese Firma verrechnete unter anderem die Einkäufe deutscher Urlauber in Spanien, die mit ihren Visa- oder Mastercard-Kreditkarten bezahlten. In Spanien ermittelt derzeit die Polizei. Um die Untersuchungen zu unterstützen und den Schaden zu begrenzen, händigten die Karten-Anbieter die Datensätze der möglicherweise betroffenen deutschen Kunden an die entsprechenden Bankenhäuser aus. Betroffen könnten aber auch Kreditkarten sein, die beim Einkauf in Deutschland eingesetzt wurden – aber nur wenn der Handelspartner seinen Zahlungsverkehr auch über den spanischen Finanzdienstleister abgewickelt hat. Bei einem solchen Einkauf übermitteln die Kunden neben ihrer Kreditkartennummer und dem Kaufbetrag auch ihren Namen und das Gültigkeitsdatum der Karte. Werden diese Daten geklaut, können theoretisch versierte Dritte mithilfe der entwendeten Angaben ebenfalls einkaufen gehen – zum Beispiel mit gefälschten Karten im Einzelhandel.

Reaktion der Zentralen Kreditwirtschaft (ZKA)

Händler im Geschäft sind nun angewiesen, sich von einem Käufer zur Kreditkarte den Personalausweis zeigen zu lassen. Zudem prüfen Programme im Internet automatisch, ob mit der angegebenen Kreditkarte auffällige Abbuchungen – zum Beispiel zeitnahe Einkäufe an verschiedenen Orten – getätigt wurden. Somit kann über das Internet praktisch niemand mehr mit solchen geklauten Kreditkartendaten shoppen. Im Einzelhandel gibt es jedoch immer noch ein Restrisiko: Wenn sich Händler keinen Ausweis des Kunden zeigen lassen würden. Die ZKA betonte, dass für einen möglichen Schadensfall die Kreditwirtschaft aufkommt – betroffene Kreditkartenkunden müssten also nicht für etwaige Kontoabbuchungen selbst haften, sondern bekämen den Geldbetrag von ihrer Bank wieder aufs Konto gutgeschrieben. Mehr erfahren: Kreditkarte und Haftung Überblick: Kreditkarte im Test Richtig einkaufen: Kaufen mit Kreditkarte Die wirklich günstige Kreditkarte: Kreditkarten-Tipp