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Freitag, 21 Juni, 2013

Unkonventionell und fragwürdig zugleich erscheint derzeit die Geldpolitik Japans, die die Geldmenge für den Zahlungsverkehr des eigenen Landes kurzerhand bis zum Jahr 2014 verdoppeln möchte. Dies geschieht vor dem Hintergrund, dass das mit über 230 Prozent der eigenen Wirtschaftsleistung verschuldete Land damit seine Überschuldungsprobleme lösen und die japanische Wirtschaft ankurbeln möchte. Dass dieser Plan gelingt, wird jedoch weltweit von renommierten Wirtschaftsexperten als kritisch betrachtet. Die mit der Verdopplung der Geldmenge einher gehende, erwartete Abwertung des Yens um bis zu 30 Prozent gegenüber den weltmarktbestimmenden Währungen Euro und Dollar birgt zusätzlich unvorhersehbare Risiken für den globalen Finanzmarkt.

Noch mehr weltweite Notenbank-Liquidität für vermeintliche Höchststände

Nicht nur die japanischen Notenbankpläne stehen derzeit in der Kritik. Auch Europa und die USA erweisen sich mit ihrer Niedrigleitzinspolitik als problematisch. Diese ist zwar ursächlich für die aktuellen Höchststände von Dax und Dow Jones. Allerdings sollten laut Wirtschaftsexperten Aktiensteigerungen nicht politisch, sondern aus positiven Entwicklungen des jeweiligen Wirtschaftssystems erfolgen, um auch wirklich nachhaltig zu wirken und nicht später wie eine weitere Seifenblase im weltweiten Finanzgeschehen zu platzen. Die Dominanz der Notenbanken an den Aktienmärkten bestärken die momentan zu intensiven Kurskapriolen und sorgen für weitere Verunsicherungen bei den Anlegern. Die anhaltende Dauer der mittlerweile weltweit umgesetzten Niedrig-Leitzinsperiode könnte sich zusätzlich als Risiko für die globale Finanzstabilität entwickeln, da diese schon längst als Scheinstabilität gilt.

Zunehmende Gelddruckpolitik der Wohlfahrtsstaaten erwartet

Gemäß der Erwartungen verschiedener Institutionen der Wirtschaftsforschung werden trotz der sichtbaren Schwierigkeiten auf dem globalen Finanzmarkt, Entwicklungen wie in Japan weiter zunehmen. Ebenfalls ist sogar von einer Beschleunigung der Gelddruckpolitik die Rede, um die Scheinstabilitäten in den Finanzmärkten aufrecht zu erhalten. Unter der Bemerkung "We see bubbles everywhere..." stellt sich dabei nicht nur amerikanischen Finanzexperten die Frage, wann und auf welche Art die so entstandenen finanziellen Seifenblasen auf den weltweiten Teilmärkten platzen und für weiteres Chaos im globalen Finanzsystem sorgen werden.