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Mittwoch, 4 Dezember, 2013

Der Libor Skandal steht derzeit ganz weit oben in den Schlagzeilen. Betroffenen Banken stehen durch Manipulation der Referenzzinssätze Libor und Euribor Geldstrafen in Millionenhöhe bevor. Die EU Kommission hat jetzt darüber entschieden, auf welche Höhe sich die Geldstrafen für die einzelnen Banken belaufen werden. Insgesamt geht es um eine Strafe von 1,7 Milliarden Euro. Bei dieser stolzen Summe handelt es sich um die höchste Kartellstrafe, die die EU je gefällt hat.

Was versteht man unter Libor und Euribor?

Libor ist die Abkürzung für London Interbank Offered Rate. Darunter versteht man im Prinzip einen Referenzzinssatz, der durch das Kreditgeschäft der Banken untereinander entsteht und täglich aktualisiert wird. Die 18 größten, marktstärksten Banken werden hierbei von dem britischen Bankenverband BBA befragt, zu welchem Zinssatz sich die Banken untereinander Geld leihen würden. Der Libor-Zinssatz ist dann der Mittelwert aus den genannten Zinssätzen. Damit ist der Libor der Richtwert für die Finanzgeschäfte weltweit. Der Euribor (Euro Interbank Offered Rate) ist ebenfalls ein Referenzzinssatz, den es seit Gründung der Euro Zone für die Banken in der Währungsunion gibt.

Worum geht es bei dem Libor Skandal?

Bei dem Libor Skandal geht es um den Vorwurf an die Banken, sich untereinander abgesprochen und falsche Zinssätze genannt zu haben um den Libor (und auch den Euribor) in die eine oder andere Richtung zu drücken, so dass die Banken selber einen höhere Handelsgewinne erzielen konnten. Die Europäische Kommission hat nun über die Höhe der Geldstrafen entschieden, die die betroffenen Banken zu zahlen haben. Geldbußen von bis zu mehreren Millionen sind hier die Folge für die Banken, auch für die Deutsche Bank. Am heutigen Mittwoch teile die EU Behörde die stolze Summe von insgesamt 1,7 Milliarden Euro mit, die die betroffenen Banken zu zahlen haben. Zu diesen Banken gehören neben der Deutschen Bank, die alleine schon 725 Millionen Euro zahlen muss,  unter anderem auch die Royal Bank of Scotland und die US Banken Citigroup und JPMorgan Chase.