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Freitag, 16 März, 2012

Die Postbank fordert ihre Mitarbeiter dazu auf, wachsam zu sein, wenn ältere Menschen größere Transaktionen tätigen möchten. Diskretion hat bei Bankgeschäften zwar nach wie vor einen hohen Stellenwert, andererseits kann eine entsprechende Aufmerksamkeit vor finanziellem Schaden bewahren. Besonders beliebt bei Betrügern ist der sogenannte "Enkeltrick". In der Regel beginnt der Kontakt mit einem Telefonat, in welchem älteren Personen vorgegaukelt wird, sie sprächen mit einem Verwandten, etwa einem Enkel, einer Nichte oder einem Neffen, der in finanzielle Not geraten ist. Gelingt es den Betrügern, den Gegenüber davon zu überzeugen und Mitleid zu erregen, haben sie bereits halb gewonnen. Zahlreiche Senioren fallen auf den Trick herein und sind bereit, ihre Ersparnisse zu opfern. Oft können in diesem Fall nur noch Bankangestellte eingreifen, wie unlängst bei der Postbank in Sachsen geschehen. Ein Mitarbeiter der Postbank wurde aufmerksam, als eine Dame im Alter von 89 Jahren eine vierstellige Summe an einen Empfänger im Ausland überweisen wollte. Nach einem Gespräch mit der Dame informierte der Mitarbeiter die Polizei und der Betrug konnte verhindert werden. Dieses Vorgehen ist allerdings eine Gratwanderung, denn dem gesunden Misstrauen steht das Bankgeheimnis gegenüber. Doch auch die Kriminalpolizei fordert zu einer gesunden Skepsis auf, wie ein Sprecher der Länder und des Bundes, Harald Schmidt, verlauten ließ. Um die Diskretion zu wahren, sind Bankangestellte aufgefordert, den Kunden zu einem Gespräch in einen Nebenraum zu bitten, um den Verwendungszweck einer höheren Transaktion in Erfahrung zu bringen. Dort können die Senioren zudem behutsam über den Enkeltrick aufgeklärt und gegebenenfalls die Familie oder Freunde kontaktiert werden. Das Vorgehen wird auch von Anja Maultsch als Expertin der Postbank befürwortet. Auf diese Weise kann verhindert werden, dass Senioren von Betrügern um ihre gesamten Ersparnisse gebracht werden. Senioren sollen keinesfalls den Eindruck erhalten, unter Generalverdacht zu stehen, allerdings gehöre die Prävention zur Fürsorgepflicht der Mitarbeiter, so die Postbank.