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Montag, 28 Mai, 2012

Bisher waren die Strom- und Gasrechnungen für viele Verbraucher ein Rätsel. Mit dem neuen Energiewirtschaftsgesetz habe sich dies geändert, berichten die Verbraucherzentralen. Das Energiewirtschaftsgesetz schreibt die Mindestangaben vor, die auf jeder Rechnung erscheinen müssen. Diese dienen dem Verbraucher nicht nur dazu, den Überblick zu behalten, sondern sind auch eine wichtige Voraussetzung für einen Anbietervergleich und -wechsel.

Mindestangaben

Seit dem novellierten Energiewirtschaftsgesetz im Jahr 2011 müssen alle Rechnungen Mindestangaben erhalten. Zu den Pflichtangaben zählen die Angabe der Zählernummer, der Messstelle, der aktuellen Preise, des Verbrauchs im letzten Abrechnungszeitraum, der getätigten Abschlagszahlungen und des Saldos sowie zum Vergleich der Verbrauch aus der vorangegangenen Abrechnungsperiode. Anhand dieser Daten kann jeder Verbraucher seine Rechnungen sorgfältig prüfen und behält die Preis- und Verbrauchsentwicklung im Überblick. Zu einer Kontrolle aller relevanten Daten rät auch der Energieexperte der Verbraucherzentrale Bayern. Außerdem müssen die Rechnungen über die Vertragsdauer, die Kündigungsfrist und den nächstmöglichen Kündigungstermin informieren. Letztere Angaben helfen dem Verbraucher, Tarife zu vergleichen und gegebenenfalls zu einem günstigeren Anbieter zu wechseln.

Fristen zur Rechnungsstellung und Beanstandungen

Der Zeitraum für eine Abrechnungsperiode darf gemäß Energiewirtschaftsgesetz maximal zwölf Monate betragen, die Frist für die Rechnungsstellung beträgt sechs Wochen. Haben Sie innerhalb dieser Frist keine Rechnung erhalten oder nach Überprüfung der Daten eine Beanstandung, empfehlen die Verbraucherschützer, umgehend zu handeln. Versäumen Sie dies, ist der Vertragspartner selbst bei geringen Zahlungsrückständen berechtigt, die Energieversorgung zu unterbrechen. Das Unternehmen sollte per Einschreiben über die fehlende Rechnung oder den Grund der Beschwerde informiert werden. Ab Eingang Ihres Schreibens gilt eine Reaktionsfrist von vier Wochen. Kommt es nicht zu einer Einigung, haben Sie die Möglichkeit, die zuständige Schlichtungsstelle einzuschalten. Die Anschrift kann bei der Bundesnetzagentur erfragt werden.

Fragen zur Abrechnung?

Haben Sie Fragen zur Abrechnung, stehen Ihnen unabhängige Energieexperten beratend zur Seite, informiert die Verbraucherzentrale: Sie können sich bundesweit unter der Telefonnummer 018 - 809 802 400 informieren oder einen Termin bei einer Beratungsstelle vor Ort vereinbaren. Für die persönliche Beratung fällt eine Gebühr von 5,-- Euro an.