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Dienstag, 5 Januar, 2010

Grund war wohl der Jahreswechsel: Ob am Geldautomaten oder an der Kasse, häufig versagte die Plastikkarte ihren Dienst. Die Computer-Software der Kartenchips eines bestimmten Produktionstyps bekam Probleme bei der Verarbeitung der neuen Jahreszahl. Schwierigkeiten haben nur Karten mit dem modernen EMV-Standard, dem goldenen Chip auf der Vorderseite. Auf anderen Karten sind die wichtigen Informationen im Magnetstreifen auf der Rückseite gespeichert. Mit diesen gab es laut ZKA keine Probleme. Betroffen seien Kunden vieler deutscher Kreditinstitute. Unter anderem die Postbank und die Commerzbank gaben diese von einem Hersteller fehlerhaft gelieferten Karten aus. Die Probleme an Geldautomaten oder bei Händlern traten im In- und Ausland auf. In Deutschland selbst seien die Probleme bei den EC-Karten bereits zum Großteil wieder behoben. An der Lösung der Probleme bei der Bezahlung bei Händlern arbeitet die Kreditwirtschaft jedoch noch fieberhaft an einer Lösung, erklärte der Zentrale Kreditausschuß (ZKA). Ein großer Teil der Geschäfte könne Zahlungen mit den betroffenen Karten jedoch bereits fehlerfrei verarbeiten. In den kommenden Tagen würden die Lesegeräte bei den Händlern neu konfiguriert, um sicherzustellen, dass es insgesamt keine Probleme mehr bei den Kartenzahlungen gebe. Ein Sicherheitsrisiko für die Kartenbesitzer habe zu keinem Zeitpunkt bestanden. Bei der Behebung von Problemen im Ausland arbeite man mit den zuständigen internationalen Organisationen bereits zusammen. Ob es zum Austausch von Karten kommt, ist allerdings noch offen. Ein Netzbetreiber für die Abwicklung des elektronischen Zahlungsverkehrs bezeichnete die Neu-Konfiguration der Terminals nur als Übergangslösung. Da bei den betroffenen Karten nun nur noch auf die Informationen im Magnetstreifen zurückgegriffen wird, ist der Sicherheitsstandard nun nicht mehr so hoch, wie bei unverändert funktionierenden Chipkarten.

Was sind EMV-Chips?

EMV-Chips sind goldfarbene Chips mit eingebauten Mikroprozessoren, wie sie bereits auf vielen EC-Karten zu finden sind. Die Abkürzung EMV steht für die drei großen Geldkartenherausgeber, die den Chip gemeinsam entwickelt haben: Europay International (EC-Karte), Master Card und Visa. Der weltweite EMV-Standard soll das Bezahlen mit EC- oder Kreditkarte sicherer machen als bei Karten, die nur über einen Magnetstreifen verfügen. Gespeicherte Daten auf dem Chip sollen besser gegen Verfälschung oder Kopieren geschützt sein. In Deutschland sind nach Angaben der Kreditwirtschaft bereits 60 Prozent der Geldkarten mit EMV-Chip ausgestattet. 2008 waren laut Herstellerfirma des Chips weltweit 730 Millionen Geldkarten mit der Technik ausgestattet. Mehr erfahren: Kreditkarte Test Hier vergleichen: Kreditkarten Vergleich