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Dienstag, 23 Juli, 2013

Eine aktuelle Studie der europäischen Unternehmens- und Managementberatung A.T. Kearny zeigt, dass Bargeld immer mehr an Bedeutung im Zahlungsverkehr verliert. Nach einer Untersuchung in allen 27 EU-Staaten werden die bargeldlosen Zahlungsvorgänge von 90 Milliarden Euro (2013) auf über 175 Milliarden Euro in den nächsten sieben Jahren steigen. Dieser Anstieg hat sich im Vergleich zu früheren Studien mit 8 Prozent pro Jahr (vorher 5 Prozent) deutlich erhöht. Diese Entwicklung geht einerseits auf die verstärkte Nutzung von E-Commerce-Angeboten sowohl im privaten als geschäftlichen auch Bereich zurück. Andererseits haben auch die bargeldlosen Zahlungsalternativen zugenommen. Neben der klassischen Überweisung werden beispielsweise verstärkt die Dienste Paypal, Giropay sowie Sofortüberweisung genutzt.

Bargeld immer noch von vergleichsweise hoher Bedeutung

Trotz des spürbar starken Wandels der Bezahlgewohnheiten in Europa, zeigt die Kearny Studie auch, dass immer noch 600 von 800 Bezahlvorgängen bar erfolgen. 2020 soll dieser Anteil laut den Kearny Finanzexperten bei etwa 60 Prozent liegen. Der daraus folgende Anstieg der bargeldlosen Bezahlung kommt dabei Banken sowie Finanz- und Telekommunikationsdienstlern zugute. Ein entsprechender Konkurrenzkampf unter den verschiedenen bargeldlosen Bezahldienstleistungen besteht schon heute und wird sich in den kommenden Jahren stark verschärfen. Insbesondere Banken müssen laut Kearny Innovationskraft im Zahlungsverkehr beweisen, um in diesem Bereich keine Marktanteile einzubüßen.

Hintergrundinformationen zur Kearny Studie

Obwohl sich die Kearny Studie auf alle Länder der europäischen Union bezieht, ist festzustellen, dass die regionalen Unterschiede sich überaus hoch zeigen. So gelten beispielsweise die Deutschen hinsichtlich ihres Bezahlverhaltens als besonders und skeptisch und konservativ. Das Sprichwort "Nur Bares ist Wahres." ist für viele Deutsche immer noch von starker Bedeutung. Während in Italien und England über 60 Prozent der Verbraucher lieber die Kreditkarte zücken, sind es in Deutschland gerade einmal 9 Prozent. Ein Wandel des Bezahlverhaltens ist dennoch deutlich zugunsten der bargeldlosen Bezahlung auch hierzulande erkennbar. Dies bestätigen nicht nur die Auswertungen der entsprechend vorhandenen Daten, sondern auch die durch Kearny ausführlich befragten 50 Finanzexperten und Unternehmern.