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Dienstag, 25 August, 2009

Die Augen aufhalten sollte derjenige, der Bargeld am Automaten abhebt. Denn gerade nicht nur zum Jahreswechsel manipulieren Betrüger gerne ec-Automaten. Damit plündern sie das Konto anderer und machen sie selbst das schönste Geschenk. Die sichere EC-Karte soll ab 2010 kommen. Oft nach einer bestimmten Masche gehen die Kriminellen dabei vor. Thomas Schlüter, Sprecher des Bundesverbandes Deutscher Banken (BdB) sagt, dass meist ein Vorsteckgerät auf den Datenschlitz des Geldautomaten oder an die Eingangstür der Bank aufgesetzt werde. Dieses Gerät kopiere dann den Magnetstreifen der EC-Karte. „Das Ganze ist eigentlich nicht weiter schlimm, solange die Betrüger nicht in den Besitz der Geheimnummer gelangen“, ergänzt Schlüter. „Dies geschieht aber leider immer wieder. Grund dafür ist, dass eine kaum zu identifizierbare kleine Kamera dann die Eingabe der PIN-Nummer filmt.

Zusammen mit den Daten des Magnetstreifen wird anschließend diese Nummer ins Ausland transferiert. Damit können die Kriminellen sofort Geld abheben.“ In Südosteuropa werden solche Fälle besonders oft beobachtet. Da in Deutschland immer ein fälschungssicherer Strichcode abgefragt wird, sei Geld abheben in Deutschland mit einer kopierten EC-Karte nicht möglich. Ein einfaches Mittel hilft dagegen den Betrug vorzubeugen: nämlich Hand auflegen. Der BdB -Experte rät, dass man die Tastatur bei der Eingabe der PIN-Nummer immer mit der Hand abdecken sollte. Außerdem solle man sich nie am Geldautomaten ablenken lassen beziehungsweise die eigene Kreditkarte oder ec-Karte immer fest im Auge haben. Bald sollen solche Betrugsfälle ohnehin der Vergangenheit angehören. Die fälschungssichere EC-Chipkarte für alle 31 Staaten des europäischen Zahlungsverkehrsraums Sepa (also die 27 EU-Staaten plus Schweiz, Liechtenstein, Island und Norwegen) kommt 2010.

Geldautomaten im Ausland oft weniger sicher

Dann kann fast jeder Geldautomat die Chipkarte lesen. In Ländern außerhalb des Sepa-Raums hat man dagegen schlechtere Karten. Denn Geldautomaten im Ausland seien dort oft nicht Chip-fähig. Eine Karte mit Magnetstreifen werde dort zum Geld abheben benötigt. Schlüter erklärt, dass Kunden dann gegebenenfalls eine separate Karte mit Magnetstreifen bekommen könnten. Außerdem weist Schlüter daraufhin, dass die Kreditwirtschaft an Mechanismen arbeite, um den Geldautomatenbetrug einzudämmen. Abgerundete Kartenschlitz-Vorsteckgeräte der Banken, die das Anbringen von Kopiergeräten unmöglich machen, nennt er als Beispiel dafür. Wenn die Kriminellen eine fast täuschend echte Imitation einer Tastatur auf die eigentliche Tastatur des Automaten aufsetzten, sei die Sache allerdings komplizierter. Dann kommen die Betrüger nämlich über Elektroden unterhalb der Tasten an die PIN heran. Allerdings nicht auf dem Schaden sitzen bleiben diejenigen, die einem Betrug am Geldautomaten aufgesessen sind. Schlüter verrät, dass das Geld dann von den Banken zurückerstattet werde. Schlüter empfiehlt deshalb, am Geldautomaten auf Verdächtiges Obacht zu geben. Um Betrügereien sofort zu melden, solle man außerdem regelmäßig die Kontoauszüge prüfen. Schlüter sagt, dass es Manipulationen am Geldautomaten am häufigsten an Wochenenden, bei Großveranstaltungen und vor Festen gebe. „Dann werden die Automaten am häufigsten frequentiert. Deshalb soll man das ganze Jahr über beim Geld abheben die Augen offen halten.“