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Samstag, 28 September, 2013

Aus den eigenen Fehlern lernen. Dass dies sehr schwer sein kann, hat fast jeder schon einmal erfahren. Obwohl die Finanzkrise 2008/2009 guten Anlass gegeben hat, das Verhalten auf den Finanzmärkten zu verändern, ist dies laut einer Untersuchung von Finanzexperten und Psychologen nicht geschehen. Nach wie vor dominieren die mittelalterlich anmutenden Ur-Sünden: Völlerei und Gier das Anleger- und Investitionsgebaren. So werden auf den Finanzmärkten der Welt auch im Jahr Fünf nach der letzten, großen Weltwirtschaftskrise die gleichen Fehler begangen. Der Grund dafür liegt laut Wirtschaftspsychologen in fest verankerten menschlichen Verhaltensweisen. Zu ihnen zählen beispielsweise:

Herdentrieb und Gier: das tun, was andere auch machen

Unter Fischen von Verhaltensbiologen auch als Schwarmintelligenz bezeichnet, führt der menschliche Herdentrieb auf den Finanzmärkten immer wieder zu problematischen Situationen. So wurde der Zusammenbruch des Aktienmarktes 2008 zusätzlich durch die Zahl fliehender Anleger stark forciert, die kurzfristig auf die schlechten Wirtschaftsmeldungen reagierten. Teilweise waren diese Entscheidungen für den einzelnen Anleger vorschnell und mit hohen Verlusten verbunden. Aktuell nutzen einige Anleger sogenannte „Follower-Investments“, bei denen sie scheinbar erfolgreiche Geldanlage Strategien für sich kopieren. Dies kann kurzfristig zum Erfolg führen, birgt aber in einem längeren Zeitraum ebenfalls hohe Verlustrisiken. Ein weiteres gutes Beispiel für den Wunsch „mit dazu gehören“ zu wollen, zeigt der Börsengang von Facebook im Frühjahr 2012. Der exklusive Besitz der begehrten Facebook-Aktien zahlte sich für die Anleger bis heute noch nicht aus.

Völlerei: Leben für den Moment

Das Hier und Jetzt genießen verbinden viele Menschen mit einer guten Lebensqualität. Damit diese Lebensqualität auch noch im Alter gewährleistet ist, sollten Privatanleger auch in die Zukunft investieren. Nur mit einer durchdachten und konsequent durchgeführten Vorsorgestrategie können Berufstätige auch in Pension, den Lebensstil genießen, den sie sich jetzt Tag für Tag erarbeiten.

Verlustaversion: Fehler nicht eingestehen

Ein Großteil von privaten Anlegern gehört laut Studien zu den Persönlichkeiten, die eine sogenannte Verlustaversion empfinden können. Das heißt: Sie möchten Verluste unter allen Umständen vermeiden. Diese Einstellung klingt zunächst sehr positiv. Doch sie verführt auf den Finanzmärkten oftmals zu Fehlern. So halten einige Anleger noch heute Tech-Aktien fest in ihren Fonds, obwohl diese schon 2000 stark an Wert verloren und eine Wert-Erholung nahezu aussichtslos erscheint. Das Nicht-Wahrhaben-Wollen von Verlusten führt laut Psychologen sehr oft zu solch wirtschaftlich-irrationalen Verhaltensweisen.