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Als Ergänzung der gesetzlichen Einlagensicherung, deren Träger die  Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (EdB) ist bietet der Bundesverband Deutscher Banken einen eigenständigen Einlagensicherungsfonds an, an dem sich Banken und Kreditinstitute auf freiwilliger Basis beteiligen können, um ihre Kunden vor Zahlungsausfällen und Vermögensverlusten zu schützen.

Einlagensicherungsfonds in Deutschland

Die Banken, die daran teilnehmen möchten, zahlen einen jährlichen Beitrag. Dieser Beitrag hängt von der Bonität und dem Umsatz des jeweiligen Unternehmens ab.

Mehr als 220 private Banken und insgesamt zwölf Mitgliederverbände haben sich in Deutschland dem Bundesverband Deutscher Banken angeschlossen und finanzieren den Einlagensicherungsfonds Deutscher Banken durch ihre Beiträge.

Bankkunden sollten sich darüber im Klaren sein, in welcher Weise die gesetzliche Einlagensicherung und der Einlagensicherungsfonds zusammen wirken. Der Einlagensicherungsfonds ist als Ergänzung der Grundsicherung konzipiert und übernimmt somit diejenigen Bestandteile der Verbindlichkeiten, die durch den gesetzlichen Schutz nicht abgedeckt sind.

Sicherungsgrenze des Einlagensicherungsfonds

  • Gesetzliche Einlagensicherung in Deutschland: Bei der gesetzliche Einlagensicherung sind 100 % der Einlagen bis maximal 100.000 € pro Person geschützt.
  • Einlagensicherungsfonds in Deutschland: Die Einlagensicherungsfonds sichern alle Beträge über 100.000 Euro bis zu einer entsprechenden Sicherungsgrenze ab.

Durch die intensive Zusammenarbeit beider Organisationsformen erhält der Kunde im Schadensfall die komplette Entschädigung durch den Einlagensicherungsfonds. Die Sicherungsgrenze des Einlagensicherungsfonds hängt von dem Eigenkapital der jeweiligen Bank abhängig ist und kann sich daher im Laufe der Zeit verändern.

Bis Ende des Jahres 2014 stehen jedem einzelnen Kunden im Maximalfall bis zu 30 Prozent des maßgeblich haftenden Eigenkapitals eines Geldinstitutes zu. Dies bedeutet, dass in der Regel die Einlage eines jeden Anlegers in Millionenhöhe abgesichert ist.

Diese Sicherungsgrenze wird zukünftig stufenweise reduziert, so dass sie ab dem 01. Januar 2015 bei 20 % und ab dem 01. Januar 2020 bei nur noch 15% des für die Einlagensicherung maßgeblichen haftenden Eigenkapitals der Bank liegt. Wichtige Information für Sie: Sinkt das Eigenkapital einer Bank soweit ab, dass bei einzelnen Kunden nicht mehr die vollständige Einlage gesichert wäre, so ist die Bank dazu verpflichtet, ihre Kunden zu informieren.

Entscheidet sich ein Kreditinstitut, aus dem Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes Deutscher Banken auszuscheiden, so werden entsprechende Bankkunden automatisch informiert. Diese Benachrichtigung erfolgt rechtzeitig genug, um vor der Rechtskräftigkeit des Austrittes vorhandene Einlagen abzuziehen und anderweitig anzulegen. Unabhängig von dem konkreten Austritt bleiben sämtliche Einlagen ohnehin bis zur nächsten Fälligkeit gesichert.

Welche Einlagen werden geschützt?

Unter den Schutz der Einlagensicherungsfonds fallen alle Nichtbankeneinlagen (Guthaben von Privatpersonen, Wirtschaftsunternehmen, öffentlichen Stellen):

  • Girokontoguthaben
  • Tagesgelder
  • Termingelder
  • Spareinlagen
  • auf den Namen laufende Sparbriefe
  • Verbindlichkeiten aus Wertpapieren
  • Anteile der marktüblichen Zinsen

Nicht unter den Schutz fallen:

  • Schuldverschreibungen
  • Zertifikate sowie Genussrechte von Banken
  • Fondsanlagen im Depot bei einer Bank
  • Wertpapieranlagen im Depot bei einer Bank
  • Inhaberschuldverschreibungen und Inhabereinlagenzertifikate wenn sie durch die Bank selber ausgestellt wurden

Welche Einlagensicherungsfonds existieren?

Neben dem Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken existieren noch folgende weitere Einlagensicherungsfonds:

Weitere Informationen zum Thema Einlagesicherung

Einleitung: Einlagesicherung und Einlagesicherungsfonds

Mehr wissen: Einlagesicherungssysteme Ausland

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