HBCI-Verfahren

Die Abkürzung HBCI steht für Homebanking Computer Interface und bezeichnet ein sehr sicheres System zur Abwicklung von Geldgeschäften zwischen den Computern von Kunden und Banken.

Verschiedene Bankengruppen haben dieses System in Deutschland entwickelt, das schließlich durch den Zentralen Kreditausschuss genehmigt wurde. Das System zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass es sowohl banken- als auch providerunabhängig betrieben werden kann.

Wenn Sie Ihre Bankgeschäfte per HBCI Verfahren abwickeln möchten, so benötigen Sie hierzu

  • eine spezielle HBCI Chipkarte
  • einen HBCI Kartenleser
  • eine HBCI Software

HBCI Transaktionen im Detail

Die Abwicklung von Transaktionen erfolgt in sechs einfachen Schritten:

1. Zuerst legen Sie in der Software eine Transaktion ein. Bei einer Transaktion kann es sich beispielsweise um eine Überweisung, der Einrichtung eines Dauerauftrages, der Löschung eines Dauerauftrages oder der Umbuchung von Geldern auf Unterkonten handeln.

2. Im Zweiten Schritt legen Sie Ihre Chipkarte in den HBCI Chipkartenleser ein.

3. Geben Sie dann Ihre PIN Nummer über die Tasten des Kartenlesegerätes ein. Der Vorgang autorisiert die jeweilige Transaktion und ersetzt somit Ihre Unterschrift. Dadurch, dass Sie die Eingabe nicht über die Computertastatur eingeben können keine Schadprogramme, die eventuell im Hintergrund Ihres Rechners laufen, Ihre Daten ausspionieren.  Zusätzlich werden sämtliche Daten über den HBCI Chipkartenleser noch verschlüsselt.

4. Im nächsten Schritt werden Ihre Daten verschlüsselt an den Rechner der Bank übertragen.

5. Die Daten, die auf dem Computer der Bank ankommen, werden dort wieder entschlüsselt und mit Ihren bei der Bank hinterlegten Stammdaten verglichen.

6. Nur bei einer vollständigen Übereinstimmung wird abschließend die jeweilige Transaktion bei der Bank durchgeführt.

HBCI Verfahren - Vorteile überwiegen

Als kritisch werden hierbei die Anschaffungskosten für die HBCI Chipkarte und das Lesegerät eingestuft. Angesichts der hohen Sicherheit sind diese aber durchaus vertretbar. Die Eingabe der PIN ist abhörsicher, Transaktionen werden nur dann wirklich ausgeführt, wenn sich Kunden- und Bankrechner gegenseitig autorisieren.
Letztlich sind keine Kontenaktivitäten möglich, wenn nicht die originale Chipkarte eingesetzt wird. Selbst bei einem Diebstahl sämtlicher kontenrelevanter Daten könnte ein Krimineller ohne die Chipkarte keine Transaktionen veranlassen.

HBCI und seine Entwicklung

Die erste gebrauchsfähige Version von HBCI stammt aus dem Jahre 1998. In den folgenden Jahren wurde der Standard stetig weiter entwickelt und im Jahre 2002 in FinTS (Financial Transaction Services) umbenannt.

Die aktuellste Version, FinTS 4.0, stammt aus dem Jahre 2004. Das System wird aktuell von mehr als 2.000 Banken in Deutschland angeboten. Somit sind es mehr als die Hälfte der Deutschen Geldinstitute, die ihren Kunden den modernen Standard anbieten. Das Verfahren gilt allgemein als das sicherste System für Online Banking in Deutschland, da es unbefugten Angreifern kaum Möglichkeiten bietet, Daten auszuspionieren oder Abläufe zu manipulieren.

Seit Mitte 2008 ist mit der Entwicklung des Secoder-Modus ein zusätzlicher Sicherheitsstandard eingeführt worden. Hierbei zeigt das Display des Lesegerätes detailliert an, welche Daten jeweils signiert und verschlüsselt werden. Neben den Systemen, bei denen das Online Banking per Internet-Browser erfolgt, lassen sich HBCI-Verfahren auch mit Software zum Online Banking einsetzen. Hierbei wird ein erweiterter Funktionsumfang mit dem hohen Sicherheitsstandard kombiniert.

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