Einlagensicherung bei Volksbanken und Raiffeisenbanken

Einlagensicherung Volks- und Raiffeisenbank

Das Einlagensicherungssystem der Volksbanken und Raiffeisenbanken ist das älteste Sicherungssystem in Deutschland. Bereits in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurde ein auf Solidarität basierendes System begründet, das bis zum heutigen Tage durch den Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) organisiert wird.

Wer sind die Mitglieder?
In dem Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken sind folgende Banken einbezogen:

  • alle Volks- und Raiffeisenbanken
  • Spar- und Darlehenskassen
  • PSD Banken
  • Sparda-Banken
  • kirchliche Kreditgenossenschaften
  • genossenschaftliche Zentralbanken und Hypothekenbanken
  • sonstige Spezialinstitute der FinanzGruppe (z. B. Bausparkasse Schwäbisch Hall)

Sie haben die Möglichkeit, sich die Zugehörigkeit ihres Institutes zur Sicherungseinrichtung des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken durch die Bank selber oder den Verband nachweisen zu lassen.

Welche Einlagen werden geschützt?
Das System der Einlagensicherung der Volksbanken und Raiffeisenbanken schützt sämtliche Kundeneinlagen, also vor allem

  • Sparbriefe
  • Termineinlagen
  • Sichteinlagen
  • Spareinlagen
  • Inhaberschuldverschreibungen, die von angeschlossenen Banken ausgegeben wurden.

Der Schutz bezieht sich dabei grundsätzlich auf 100 Prozent der Einlagen, ohne betragliche Begrenzung. Den Schutz bezieht die Sicherheitseinrichtung des BVR auf alle Nichtbanken-Kunden der angeschlossenen Institute (also alle natürlichen und juristischen Personen, die nicht Kreditinstitute sind).

Seit Bestehen des Systems hat kein Kunde jemals seine Einlagen verloren, kein Anleger musste entschädigt werden und keine angeschlossene Bank hat die Insolvenz erlitten.

Wie erfolgt die Einlagensicherung?
In der Praxis erfolgt die Einlagensicherung über die beiden Instrumente Garantiefonds und Garantieverbund.

  • Der Fonds wird durch die angeschlossenen Mitglieder finanziert. Diese zahlen jährlich einen Betrag zwischen 0,04 und 0,2 Prozent der Bilanzposition “Forderungen an Kunden” in den Fonds ein, der durch den Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken verwaltet und als Sondervermögen geführt wird. Aus dem Garantiefonds können Maßnahmen zur Unterstützung von Mitgliedern finanziert werden, die in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten.

  • Alle angeschlossenen Institute bilden darüber hinaus einen Garantieverbund. Dieser hat die Möglichkeit, Garantien gegenüber Dritten zu geben, Bürgschaften zu übernehmen und liquide Mittel zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus stehen angeschlossenen Instituten umfangreiche Möglichkeiten zur Beratung und Sanierung zur Verfügung. Die hierzu erforderlichen Kompetenzen und Ressourcen werden innerhalb des Verbandes zur Verfügung gestellt und koordiniert.

In welcher Höhe werden die Einlagen geschützt?
Die Einlagensicherung des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken ergänzt die gesetzliche Grundsicherung und tragen die Differenz zwischen der Mindesteinlagensicherung und dem tatsächlichen Schaden auf Seiten des Kunden.

  • Gesetzliche Einlagensicherung in Deutschland:
    Bei der gesetzliche Einlagensicherung sind 100 % der Einlagen bis maximal 100.000 € pro Person geschützt. Zusätzlich werden 90% der Verbindlichkeiten aus Wertpapiergeschäften bis zu einer Obergrenze in Höhe von 20.000 Euro abgedeckt.
    Mehr Informationen: Die gesetzliche Einlagensicherung

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