Einlagensicherung Türkei

Einlagensicherung Türkei

Türkische Banken spielen bereits seit Jahren eine wichtige Rolle unter den in Deutschland vertretenen Geldinstituten. Für viele Verbraucher sind hier vor allem die hohen Zinsen für Tages- und Festgeld attraktiv. In Bezug auf die vorhandene Sicherheit solcher Geldanlagen kommen häufig Fragen über die Einlagensicherung auf.

Wer sein Geld bei einer türkischen Bank anlegen möchten muss allerdings ganz gen au hinschauen. Denn mit dem Einlagesicherungssystem der Türkei gilt, dass überprüft werden muss, welche gesetzlichen Regelungen für die jeweiligen Kreditinstitute gelten. Interessierte Bankkunden müssen hierbei zwischen Banken unterscheiden, die ihren tatsächlichen Hauptsitz in der Türkei unterhalten und solchen, die eigenständig agierende Tochtergesellschaften in anderen Ländern betreiben. In beiden Fällen gelten sehr unterschiedliche Regelungen zur Einlagensicherung.

  • Türkische Banken mit Hauptsitz außerhalb der Türkei
    Handelt es sich um eine Bank, die in einem Drittland als eigenständige Niederlassung auftritt, so gelten die jeweiligen Regelungen des entsprechenden Landes. Beispiele hierfür sind die Deniz Bank in Österreich oder die Akbank in den Niederlanden. Seit dem 1. Januar 2010 gilt in Österreich und auch in den Niederlanden eine Einlagensicherung von 100.000 Euro pro Anleger.
    Mehr wissen: Einlagesicherung Niederlande
  • Türkische Banken mit Hauptsitz in der Türkei
    Handelt es sich um eine Bank, die ihren Hauptsitz in der Türkei selber hat, so gelten andere Regelungen. Zwar hat das Türkische Schatzamt hier eine staatliche Einlagensicherung installiert, diese gilt allerdings nicht für Devisenausländer. Praktisch bedeutet dies, dass Gelder, die von Deutschland aus unmittelbar bei Banken in der Türkei angelegt werden, gegen Zahlungsausfälle, Überschuldung und Bankenpleite nicht gesichert sind – die Einlagensicherung der Türkei greift nicht.


Einlagesicherung in anderen Ländern

Die Einlagensicherung ist ein wichtiges Thema und sollte bei der Entscheidung für das individuelle Konto und die persönliche Geldanlage immer mit in Betracht gezogen werden. Was gibt es bei der Einlagensicherung bei ausländischen Banken zu beachten und bis zu welcher Höhe sind Ihre Einlagen in den jeweiligen Ländern abgesichert? Weitere Informationen finden Sie unter folgenden Links:

Wie ist die Einlagensicherung in Deutschland aufgebaut?

Unter folgenden Links finden Sie weitere Informationen zu der Einlagensicherung in Deutschland. Wie ist unser Einlagensicherungssystem aufgebaut? Bis zu welcher Höhe sichert der freiwillige Einlagensicherungsfonds ab und was gilt es in punkto der Einlagensicherung bei Bausparkassen und Sparkassen zu beachten?

Fazit:

Interessierten Anlegern, die sich von den guten Zinskonditionen angezogen fühlen, ist somit dringend zu raten, den offiziell geltenden Hauptsitz des jeweiligen Geldinstitutes in Erfahrung zu bringen und ihre Anlageentscheidung von den jeweils gültigen Regelungen zur Einlagensicherung abhängig zu machen. Wird dies nicht befolgt, so droht unter Umständen der Verlust des angelegten Vermögens.
Beispiele von Banken:

  • Akbank AG:
    Die Akbank T.A.$ ist ein türkisches Kreditinstitut mit Firmensitz in Istanbul. Die Akbank AG ist eine deutsche Tochterfirma der Akbank T.A.$  und daher eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht. Die Bank ist ein langjähriges Mitglied des deutschen  Einlagensicherungsfonds.
  • VakifBank International AG:
    Die VakifBank International AG unterliegt als österreichische Bank uneingeschränkt den österreichischen Bestimmungen zur Einlagensicherung und Anlegerentschädigung (§§ 93 ff BWG). Sie ist Mitglied bei der gesetzlichen Sicherungseinrichtung der Banken und Bankiers, der Einlagensicherung der Banken & Bankiers Gesellschaft m.b.H. Damit sind Ihre Einlagen pro Person bis zu einer Grenze von 100.000 Euro abgesichert.  

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