Einlagesicherung Schweiz

§Einlagensicherung Schweiz

Ein vergleichsweise  komplexes System gilt in Bezug zu der Einlagensicherung in der Schweiz.


Der schweizerische Finanzmarkt wird von der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA) beaufsichtigt und kontrolliert. Die FINMA entstand im Januar 2009 aus der Eidgenössischen Bankenkommission in Bern (EBK), dem Bundesamt für Privatversicherungen (BPV) und der Kontrollstelle für die Bekämpfung der Geldwäscherei (Kst GwG).

 

Seit 2014 heißt der bisherige Verein Einlagensicherung der Schweizer Banken und Effektenhändler esisuisse. Wenn die Finanzmarktaufsicht FINMA nun eine Bank kontrolliert und feststellt, dass diese ihre Geschäfte nicht mehr ausführen kann, so greift das Einlagensicherungssystem und die esisuisse fordert bei den anderen Mitglieds-Banken und Effektenhändlern das entsprechend benötigte Kapital an.

Ihre Einlagen sind über dieses Einlagensicherungssystem bis zu einer Höhe von maximal CHF 100.000 pro Einleger geschützt.

Welche Einlagen sind geschützt?

Man unterscheidet drei verschiedene Kursklassen, deren Forderungen in eben dieser Reihenfolge beglichen werden:

  1. Klasse: Lohnforderungen und Forderungen von Versicherungen und Pensionskassen
  2. Klasse: Hierunter fallen unter anderem die privilegierten Einlagen (gesicherte und nicht gesicherte Einlagen)
  3. Klasse: Alle darüber hinausgehenden Forderungen

Folgende Einlagen gelten als privilegierte Einlagen:

  • Guthaben auf Konten, die auf den Namen des Bankkunden lauten
  • Kassenobligationen, die im Namen des Inhabers bei der ausgebenden Bank hinterlegt sind (auch wenn es sich hier um auf den Inhaber lautende Forderungen gegen die Bank handelt)
  • Einlagen aus der gebundenen Vorsorge
  • Beiträge von Freizügigkeitsstiftungen
  • Einlagen bei ausländischen Geschäftsstellen der Bank

Wichtige Punkte zum Thema Einlagensicherung in der Schweiz

  • Wenn ausländische Banken eine Geschäftsstelle in der Schweiz haben, so sind auch diese Banken dem Einlagensicherungssystem angeschlossen.
  • Das Einlagensicherungssystem gilt dann allerdings nur für die Einlagen bei Geschäftsstellen in der Schweiz.
  • Der Maximalbetrag der Einlagensicherung ist auf CHF 6 Milliarden beschränkt.
  • Wertpapiere sind keine Einlagen, da sie lediglich von der Bank für den Kunden verwahrt werden. Damit sind Wertpapiere nicht gesichert oder privilegiert, können aber im Ernstfall auf ein anderes Depot bei einem anderen Kreditinstitut übertragen werden.
  • Schauen Sie immer mal wieder auf die Internetpräsenz der esisuisse und der FINMA. Es gibt Finanzinstitute, die nicht über eine Einwilligung der FINMA verfügen und keine esisuisse Mitglieder sind und dennoch auf  einen entsprechenden Einlagenschutz hinweisen.  Auf der Internetseite der FINMA gibt es eine entsprechende Liste der unbewilligten Institute (Negativliste).

Fazit

Die Schweiz ist ein beliebter und bevorzugter Finanzplatz für viele Unternehmen. Doch auch für private Anleger ist eine Anlage in der Schweiz durchaus lohnenswert. Neben attraktiven Konditionen für Tages-und Festgeldanlagen bietet die Schweiz ein hohes Maß an Sicherheit für Ihre Einlagen und eine politische und wirtschaftliche Stabilität. Profitieren Sie von einer langfristigen Sicherheit und sehr guten Renditen.

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