Einlagensicherung Luxemburg

Einlagensicherung Luxemburg

In Luxemburg ist das Institut Monétaire Luxembourgeois (IML) für die Bankenaufsicht und insbesondere für die Einhaltung der gesetzlichen Regeln zur Einlagensicherung zuständig.

Bislang wurde durch die Behörde lediglich ein einziges entsprechendes Modell zugelassen: Das Einlagensicherungssystem der Association pour la garantie des dépôts, Luxembourg (AGDL)

Nach den gelten Gesetzen müssen sich alle luxemburgischen Kreditinstitute, deren Zweigstellen und ebenso in Luxemburg ansässige Geldinstitute mit Hauptsitz außerhalb der Europäischen Gemeinschaft an ein Sicherungssystem anschließen. Dieses Sicherungssystem muss durch die IML anerkannt werden. Da diese Eigenschaft ausschließlich auf das System der AGDL zutrifft, hat diese Form der Einlagensicherung in Luxemburg obligatorischen Charakter.

Die EG Richtlinie zur Einlagensicherung sieht vor, dass die Mitgliedsstaaten die Kreditinstitute von der Pflicht der Teilnahme befreien können, wenn sie alternativen Systemen angehören. Luxemburg macht von der Option keinen Gebrauch.

Wie hoch ist die Einlagensicherung in Luxemburg?
Die Einlagensicherung in Luxemburg liegt bei einer Höhe von 100.000 Euro pro Kunde. In der Summe gleicht sie also unserer gesetzlichen Einlagensicherung in Deutschland. Wobei sich die Banken in Deutschland freiwillig, neben der gesetzlichen Einlagensicherung, dem Einlagensicherungsfonds anschließen und ihren Kunden somit ein zusätzliches Sicherheitsinstrument bieten können.

Wie verläuft die Einlagensicherung in Luxemburg im Ernstfall?
Für Kunden von Banken, die in Luxemburg tätig sind, ist der Anspruch auf eine Einlagenentschädigung einklagbar. Gerät eine Bank in wirtschaftliche Schwierigkeiten und wird in Folge dessen zahlungsunfähig, so erklärt zunächst das Institut Monétaire Luxembourgeois zeitnah den Entschädigungsfall.

Ab diesem Zeitpunkt bleiben der Association pour la garantie des dépôts drei Monate Zeit, um die jeweiligen Entschädigungssummen an die Anleger auszukehren. Das IML ist berechtigt, diese Zeitspanne um maximal dreimal einen Monat zu verlängern, wenn wichtige Gründe dies bedingen.

Wer hat KEINEN Anspruch auf Entschädigung?
Ausgenommen von dem Recht auf Entschädigung sind:

  • Interbankeneinlagen, also Anlagen, die als Eigenmittel der Bank gewertet werden können
  • Gelder, die in einem Zusammenhang mit der Geldwäsche stehen.

Umgang mit Banken außerhalb der EU

Im Umgang mit Banken, deren Sitz außerhalb der Europäischen Gemeinschaft liegt, legt Luxemburg strenge Maßstäbe an. Erfüllt ein solches Institut seine Verpflichtungen in Bezug auf die Einlagensicherung nicht, so wird dies dem Institut Monétaire Luxembourgeois mitgeteilt.

Die Behörde setzt dem Kreditinstitut sodann eine bindende Frist, nach deren fruchtlosen Ablauf hohe Geldbußen verhängt werden. Ebenso kann die Behörde die Einstellung der Tätigkeit einer Bank erwirken, die ihren Verpflichtungen zur Einlagensicherung nicht oder nur unzureichend nachkommt.

In weiteren Artikeln berichten wir Ihnen, wie es um die Einlagensicherung in anderen, ausgewählten Ländern gestellt ist:

Einlagensicherung Großbritannien

Einlagensicherung Island

Einlagensicherung Schweiz

Einlagensicherung Türkei

Einlagensicherung Niederlande

Fazit:

Achten Sie bei einem Angebot für Ihre Geldanlage auch immer auf die Einlagensicherung. In Luxemburg liegt die Einlagensicherung bei 100.000 Euro pro Kunde.

Beispiele an Banken:

  • Die Advanzia Bank S.A ist Mitglied des Einlagensicherungssystems Association pour la Garantie des Dépôts Luxembourg (AGDL). Ihre Einlagen sind darüber bis zu einem Betrag von EUR 100.000 geschützt.

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