Einlagensicherung Island

Einlagensicherung Island

Seit einiger Zeit machen isländische Banken auch am deutschen Markt von sich Reden, wenn es um lukrative Zinssätze für Tagesgeld- und Festgeldeinlagen geht. das war jedoch nicht immer so.

Finanzkrise 2008 bis 2011

Die Finanzkrise von 2008 in Island ist ein sehr umfangreiches und wichtiges Thema, hier jedoch nur in den wichtigsten Punkten kurz angerissen.

Im Jahre 2008 brachen drei der größten isländischen Banken Islands aufgrund der Finanzkrise zusammen - mit einem gigantischen Schuldenberg, der in etwa 10 mal so hoch war, wie die Wirtschaftsleitung Islands. Opfer dieser Finanzkrise und der Banken Pleiten waren unter anderen auch viele Engländer und Niederländer, die Ihr Geld damals bei der Landesbanki Tochter Icesave angelegt hatten. Eigentlich erklärte sich daraufhin die isländische Regierung bereit, die Anleger zu entschädigen und verabschiedete dazu auch ein entsprechendes Gesetz.  Soweit alles gut für die betroffenen Anleger, wäre da nicht Präsident Ólafur Ragnar Grímsson gewesen, der ein Veto gegen die Entschädigung vorlegte. Dieses Veto führte letztendlich zu einem Referendum. Mit großer Mehrheit entschieden sich dann ebenfalls die Isländer in einer Volksabstimmung gegen die  Schuldenrückzahlung an Großbritannien und die Niederlande. Den daraufhin begonnen Rechtsstreit zwischen Großbritannien und den Niederlanden auf der einen und Island auf der anderen Seite, konnte Island im Jahre 2013 für sich entscheiden. Das ETFA-Gericht beschloss, dass der Staat und deine Behörden nicht zu Entschädigung verpflichtet seien, wenn ein Einlagensicherungssystem seine Verbindlichkeiten in einer systemischen Krise nicht mehr ausführen könne. Mittlerweile erholt sich Islands Wirtschaft nachhaltig. Dennoch wird es sicher noch einige Zeit dauern, bis die Finanzkrise vollständig überwunden ist.  

Wie ist die isländische Einlagensicherung aufgebaut?
Gerade in Island sieht die Einlagensicherung ein wenig anders aus, als wir es von der deutschen Einlagensicherung gewohnt sind. Grundsätzlich verfügt Island nicht über ein staatlich reglementiertes System zur Sicherung von Kundeneinlagen. Stattdessen wurde die Einlagensicherung des isländischen Bankensystems privatrechtlich organisiert.

Kundengelder sind bis zu einer maximalen Höhe von ca. 20.887 Euro gesichert und geschützt sind. Die Einlagensicherung sieht keine Selbstbeteiligungen des Kunden vor und erstreckt sich insofern auf volle 100 Prozent des genannten Höchstbetrages.

Wie sicher ist die isländische Einlagensicherung in Island?
Angesichts der allgemeinen Wirtschaftsdaten Islands, hier vor allem die hohe Inflationsrate und allgemeine Instabilität, stehen zahlreiche Verbraucher vor der Frage, inwieweit die bestehenden Sicherungssysteme dazu geeignet sind, die eingelegten Vermögensteile effektiv zu schützen. Sie sollten daher Engagements auf den Umfang der bestehenden Sicherung beschränken und insofern einen Betrag von ca. 20.887 Euro nicht überschreiten oder im Zweifelsfall auf die verlockenden Zinsangebote isländischer Banken verzichten.

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