Einlagesicherung Großbritannien

Einlagensicherung Großbritannien

Ist eine britische Bank aufgrund von Zahlungsschwierigkeiten nicht in der Lage, den ordnungsgemäßen Betrieb aufrecht zu erhalten, so spricht der englische Gesetzgeber den Verbrauchern über den staatlichen britischen Einlagensicherungsfonds (Financial Services Compensation Scheme – FSCS) eine Entschädigung in Höhe von 100 Prozent der eingelegten Gelder zu.
Die maximale Entschädigungssumme ist dabei auf 85.000 britische Pfund pro Person pro Unternehmen begrenzt. Das entspricht in etwa einer Summe von 100.000 Euro.

 

Welche Einlagen sind abgesichert?
Über den FSCS sind folgende Einlagen abgesichert:

  • Bankeneinlagen (Bankguthaben)
  • Ansprüche aus Investmentgeschäften
  • Ansprüche aus der privaten Immobilienförderung
  • Ansprüche aus Versicherungspolicen und Versicherungsvermittlungen
  • Ansprüche aus Versicherungen ohne Obergrenze
  • Ansprüche aus gesetzlichen Versicherungen  
  • Ansprüche aus Finanzgeschäften

Grundsätzlich gelten für ausländische Banken die gesetzlichen Regelungen zur Einlagensicherung, die in dem Land Gültigkeit haben, in dem der Hauptsitz des jeweiligen Geldinstitutes liegt. Wir zeigen an dem nachfolgenden Beispiel, warum die Einlagensicherung in manchen Fällen die Verbraucher verunsichern kann.

Ein komplexes Beispiel: Die Einlagensicherung der ICICI Bank

Die ICICI-Bank ist eine britische Bank und eine 100prozentige Tochter der ICICI-Bank Limited in Indien. Die Einlagensicherung der ICICI Bank UK PLC Bank beruht demnach auf der britischen und der deutschen Einlagensicherung

  • Für Einlagen von Privatkunden gilt die gesetzliche Mindestsicherung von 85.000 britischen Pfund (etwa 100.000 Euro) pro Person. Damit haftet also der oben bereits erwähnte staatliche, britische Einlagensicherungsfonds Financial Services Compensation Scheme – FSCS).
  • Die deutsche Niederlassung der ICICI Bank UK PLC ist zudem freiwillig Mitglied im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken. Damit sind Geldanlagen, die über der gesetzlichen Einlagensicherung liegen, bis zu einer maximalen Sicherungsgrenze abgesichert. Diese maximale Sicherungsgrenze liegt bei 20% des haftenden Eigenkapitals ICICI UK PLC Bank.

Fazit:

Sollten Sie sich für eine Geldanlage in Form von Festgeld oder Tagesgeld interessieren und sich nach diversen Angeboten von Banken erkundigen, so empfiehlt es sich immer einen Blick auf die Einlagensicherung zu werfen. Achten Sie hierbei ins Besondere darauf, in welchem Land die Firma ihren Hauptsitz hat und bis zu welcher Höhe Ihre Einlagen in einem finanziellen Notfall abgesichert sind.

Beispiele Banken mit britischer Einlagensicherung:

  • Barclays
    Barclays Bank PLC ist der englischen Entschädigungseinrichtung FSCS (Financial Services Compensation Scheme) angeschlossen. Zudem haben wir, ähnlich wie bei ICICI Bank UK PLC, den Fall, dass die Barclays Bank PLC darüber hinaus dem deutschen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken e.V. angeschlossen ist.
  • Bank of Scotland
    Die Bank of Scotland hat Ihren Hauptsitzt im schottischen Edinburgh und ist Mitglied im staatlichen britischen Einlagensicherungsfonds FSCS. Damit sind Ihre Einlagen bis zu einer Höhe von 85.000 Britischen Pfund geschützt. Zudem ist die Bank of Scotland Mitglied im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken, so dass Ihre Einlagen bis zu einem Maximalbetrag von 250.000 Euro geschützt sind.

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