Gesetzliche Einlagensicherung in Deutschland

gesetzliche Einlagensicherung

Die gesetzliche Einlagensicherung in Deutschland greift dann, wenn Banken beispielsweise eine Insolvenz anmelden müssen. Verbraucher sollten sich bei der Suche nach einer Geldanlage auch immer nach der Höhe der Einlagensicherung erkundigen.

Wie ist die gesetzliche Einlagensicherung in Deutschland geregelt?

In Deutschland wird die gesetzliche Einlagensicherung über die Entschädigungseinrichtung Deutscher Banken GmbH (EdB) geregelt. Die EdB ist eine Tochtergesellschaft des Bundesverbandes deutscher Banken e.V. Das Unternehmen untersteht der direkten Aufsicht und Kontrolle durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).

Die EdB übernimmt im Falle der Schließung einer Bank die Aufgabe, sämtliche Gläubiger über das Eintreten des Entschädigungsfalles zu informieren. Hierzu ermittelt das Unternehmen die Namen und die jeweiligen Forderungssummen der Einleger und bietet ihnen schriftlich die Entschädigung an.

Der Kunde hat daraufhin ein Jahr lang Zeit, seinen Entschädigungsfall bei der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH anzumelden. Wird diese Frist überschritten, so gehen die Ansprüche verloren. Die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH ist angehalten, den betroffenen Kunden innerhalb von drei Monaten nach Eintreten des Entschädigungsfalles den Verlust im Rahmen der gesetzlichen Verpflichtungen zu ersetzen.

Die zur Entschädigung benötigten Gelder werden durch die zugeordneten Institute im Rahmen von Jahresbeiträgen aufgebracht. Die jeweiligen Beiträge sind abhängig von dem Geschäftsvolumen der einzelnen Banken.

Gesetzesgrundlage

Grundlage für die Einlagensicherungssysteme ist das Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetz (EAEG) mit dem Ziel, die Leistungsfähigkeit der Einlagensicherungssysteme zu verbessern und den Einlegern den Zugang zu einer Entschädigung zu gewährleisten.

Durch das Gesetz wurde eine Richtlinie der Europäischen Union aufgegriffen, die einen einheitlichen Schutz der Bankkunden in ganz Europa vorsieht. Grundsätzlich gilt die Grundsicherung im Rahmen von Bankgeschäften zwischen privaten oder gewerblichen Kunden und deutschen Banken, unabhängig davon, ob diese in Deutschland oder im europäischen Ausland tätig sind.

Ausgenommen von der Basis-Einlagensicherung sind Geschäfte mit ausländischen Banken, auch wenn diese in Deutschland tätig sind. Wenn eine ausländische Bank hingegen eine deutsche Tochter hat, greift der Einlagenschutz auch für die deutsche Tochter.

Gesetzliche Einlagensicherung: Die Fakten

Bis zu welcher Höhe sind Ihre Einlagen abgesichert?

  • Abgesichert sind Einlagen bis zu einer Höhe von 100.000 Euro pro Person pro Kreditinstitut.
  • Zudem werden 90% der Verbindlichkeiten aus Wertpapiergeschäften bis zu einer maximalen Höhe von 20.000 Euro abgesichert.

Worauf bezieht sich die Einlagensicherung?
Die Mindesteinlagensicherung bezieht sich auf

  • Sparguthaben
  • Termingelder
  • Sichteinlagen
  • Schuldscheine
  • Schuldverschreibungen
  • Verbindlichkeiten aus Wertpapieranlagen,

unabhängig davon, ob diese von privaten oder gewerblichen Kunden stammen. Andere Forderungen gegenüber der Bank, wie z.B. Zertifikate sind durch die Einlagensicherung nicht geschützt.

Im Falle der Zahlungsunfähigkeit des jeweiligen Geldinstitutes steht dem Anleger der Ersatz seiner Spareinlage von bis zu 100.000 € zu. Lediglich bei einer Anlage in Wertpapieren ist die Entschädigung auf 90% der Anlage, maximal 20.000 € je Anleger, begrenzt.

Diese Basissicherung wird aber in den meisten Fällen einen kompletten Schutz von eingelagerten Vermögen nicht bewerkstelligen können. Vor diesem Hintergrund bieten die meisten Banken zusätzliche Systeme der Einlagensicherung, die jeweils im Verbund mit Gruppen oder Verbänden organisiert und verwirklicht werden

Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (EdB)

Die EdB übernimmt im Falle der Schließung einer Bank die Aufgabe, sämtliche Gläubiger über das Eintreten des Entschädigungsfalles zu informieren. Hierzu ermittelt das Unternehmen die Namen und die jeweiligen Forderungssummen der Einleger und bietet ihnen schriftlich die Entschädigung an.

Der Kunde hat daraufhin ein Jahr lang Zeit, seinen Entschädigungsfall bei der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH anzumelden. Wird diese Frist überschritten, so gehen die Ansprüche verloren. Die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH ist angehalten, den betroffenen Kunden innerhalb von drei Monaten nach Eintreten des Entschädigungsfalles den Verlust im Rahmen der gesetzlichen Verpflichtungen zu ersetzen.

Die zur Entschädigung benötigten Gelder werden durch die zugeordneten Institute im Rahmen von Jahresbeiträgen aufgebracht. Die jeweiligen Beiträge sind abhängig von dem Geschäftsvolumen der einzelnen Banken.

Ergänzende Sicherungssysteme

Über die Grundsicherung hinaus bieten die meisten Geldinstitute in Deutschland ergänzende Sicherungssysteme an, die Bankkunden dazu verhelfen, einen Schutz zu realisieren, der deutlich oberhalb der gesetzlichen Mindestsicherung liegt.
Im Einzelfall sollten Sie von daher immer prüfen, welchen Schutzverbänden oder freiwilligen Sicherungssystemen ein bevorzugtes Geldinstitut angehört, bevor Sie dort Ihre Gelder anlegen. Die meisten deutschen Banken gehören zusätzlich dem Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes Deutscher Banken an. Er sichert die Einlagen jedes Anlegers in Millionenhöhe ab.
Mehr Information: Einlagensicherungsfonds

Im Zuge der Finanzmarktkrise hat die Bundesregierung bekanntgegeben, dass der Staat Bundesrepublik Deutschland für die Einlagensicherung der deutschen Bank bürgt. Sollten die etablierten Einlagesysteme nicht ausreichen, springt der Staat ein (Staatsgarantie). Für ausländische Banken, die in Deutschland agieren, gelten teilweise ebenfalls ergänzende Einlagensicherungssysteme.

Mehr wissen über: Einlagensicherung im Ausland

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