Checkliste für den Kauf von Fonds- Darauf sollten Sie achten

Fondskauf

Die Vielfalt an Fondsprodukten von deutschen Banken und Finanzhäusern ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen.

Mit einer kurzen Checkliste sollen die wesentlichen Punkte genannt werden, die bei der Entscheidung für den Kauf eines bestimmten Fonds eine Rolle spielen.

 

 

1) Einmaleinzahlung oder Sparplan

Zahlreiche Fondsprodukte bauen auf einer monatlichen Einzahlung von Beiträgen auf, bei anderen Produkten wird lediglich eine einmalige Einzahlung vorgenommen, die in den folgenden Jahren reizvolle Renditen erzielen soll. Vor allem die Höhe des investierbaren Vermögens spielt hier eine Rolle, ob genügend Geld für eine lukrative Einmalzahlung vorliegt oder besser ein Dauersparplan gewählt werden sollte.

2) Anlageprodukte innerhalb des Fonds

Die Vielfalt der Anlageprodukte eines Fonds reichen von klassischen Aktien und Rentenpapiere über weitere Wertpapiere bis hin zu Immobilien und anderen Vermögensobjekten. Jede dieser Anlageformen bieten ihre eigenen Vor- und Nachteile wie Renditeaussichten und Risiken, die gerade Laien genau gegenüberstellen sollten. Als Einsteiger ist ein vorsichtiger Beginn mit Aktien und überschaubaren Wertpapieren eine sinnvollere Wahl als für professionelle Finanzhändler, die auch komplexere Produkte verstehen und abschätzen können.

3) Das Risiko des Fonds

Auch wenn viele Fonds mit ihren hervorragenden Renditeaussichten angepriesen werden, ist die Kehrseite ein teilweise immens hohes Risiko, das schlimmstenfalls zu einem spürbaren Verlust des eingezahlten Vermögens führt. Bevor ein Fonds abgeschlossen wird, sollte über die individuelle Zielsetzung nachgedacht werden, in der sich auch die Risikobereitschaft widerspiegelt. Wer einen fondsgebundenen Dauersparplan für seine Altersvorsorge abschließt, wird schließlich ein deutlich geringeres Risiko wünschen als ein wagemutiger Anleger mit der Hoffnung auf eine reizvolle Zusatzrendite für zwischendurch.

4) Ausgabeaufschlag und Führungskosten

Viele Anleger machen sich bei Abschluss eines Fondsprodukts nicht bewusst, dass dieses im Regelfall mit Führungs- und Verwaltungsgebühren verbunden ist. Zudem erhebt jeder Finanzdienstleister einen sogenannten Ausgabeaufschlag, durch den sich die Auszahlung der Rendite noch einmal reduziert. Da hier zwischen den einzelnen Anbietern erhebliche Unterschiede herrschen, sollten alle Angebote auf diese versteckten Kosten überprüft werden.

5) Der richtige Finanzdienstleister

Nicht nur der Fonds selbst spielt eine Rolle, sondern natürlich auch der Anbieter. Direktbanken im Internet bieten meist geringere Gebühren, Finanzdienstleister vor Ort einen umfangreicheren Service. Im individuellen Gespräch können sich hier besondere Konditionen und Angebote hervortun, die eine Anlage noch reizvoller gestalten.